Es war der Aufreger der diesjährigen Vorfasnachtszeit: Die Liestaler Rotstab-Clique kündete
Mitte Januar auf ihrer Homepage unter dem Titel «Aadie Fasnecht, 88 Joor sy gnue» an, dass sie an der diesjährigen Fasnacht zum letzten Mal am Umzug teilnehme.

Sie begründete das mit den Worten: «Ein immer geringerer Teil der Zuschauer interessiert sich noch für das Sujet, der Zeedel wird kaum noch gelesen und für viele ist das Trommeln und Pfeifen scheinbar nur noch ein Störfaktor der Liestaler ‹Fasnachts-Party›.»

Die bz hat das aufgenommen, andere Medien folgten und die befragten Rotstäbler, allen voran Präsidentin Carol Zumbrunnen, sagten durchs Band, dass man sich nicht mehr mit der veränderten Fasnacht identifizieren könne, dass man genug habe vom Umzug, und so fort. Das mit dem Resultat, dass sich das diesjährige Rotstab-Sujet «Aadie Fasnacht» in so vielen Köpfen eingenistet hat wie noch nie, dabei hat die Liestaler Fasnacht noch gar nicht begonnen.

Es mehrten sich in den letzten Tagen aber auch die Stimmen, die beim angekündigten Rückzug von «Fake News» reden. Die Rotstäbler kümmern sich nicht darum und ziehen ihr Ding durch bis zum grossen Abschiedsapéro von kommendem Sonntag nach dem Umzug. Und was verkündet Zumbrunnen dort? «Wir sagen danke.» Und was noch? «Alles ist möglich.» (hi)