30 Zentimeter in Langenbruck, Beinwil und Oltingen, 20 Zentimeter in Zeglingen sowie 10 bis 15 Zentimeter in Nunningen: Skifahrer und Snowboarder dürfen sich freuen.

An diesem Wochenende heisst es erstmals in dieser Saison «Piste frei» bei allen Skiliftbetreibern im Baselbiet und Schwarzbubenland, wie sie gestern auf Anfrage der bz mitteilten. Damit sie ihre Auslagen decken können, muss der Skilift bei einigen nur an drei schönen Wochenenden laufen, bei anderen indes bis zu 25 Tagen.

Vier Zentimeter reichen

Für den Nunninger Skilift im Hürnlen ist es heute der erste Betriebstag der Saison. «Als wir Ende November den Schlepplift aufstellen wollten, hat es geschneit», sagt Tobias Gasser, Aktuar beim örtlichen Skiliftverein.

Viel Schnee braucht der Schattenhang allerdings nicht. «Wenn der Boden gefroren ist, reichen uns schon 3 bis 4 Zentimeter.» Der Lift ist daher auch in Betrieb, wenn bei den umliegenden Gebieten zu wenig Schnee liegt.

Bis zu 200 Leute könnten kommen

Anfang dieses Jahres war dies wieder einmal der Fall: Sogar Elsässer und Südbadener tummelten sich auf dem flachen Hang der Solothurner 1900-Seelen-Gemeinde.

Wie viele Skifahrer er heute erwartet? «Das können 20 oder 200 Leute sein, genau voraussagen können wir das nie.» Über die ganze Saison gesehen ist Gasser aber nicht auf bestimmte Besucherzahlen angewiesen. «Unsere Auslagen sind durch Sponsoren und Spenden bereits Anfang Saison gedeckt.»

Zeglingen: Skihütte deckt Kosten

Für die meisten Skiliftbetreiber ist es bereits das zweite Wochenende der Saison, so auch im solothurnischen Beinwil. «Am zweiten Advent hatten wir zwei tolle Tage mit 300 verkauften Billetten», erinnert sich Urs Kaufmann.

Der Verwaltungsratspräsident der Skilifte Hohe Winde AG rechnet heute und morgen erneut mit so vielen Wintersportlern auf dem 1300 Meter langen Doppelbügellift zwischen 800 bis 1100 Metern über Meer. Falls dies zutrifft, kann er sich bereits unbesorgt zurücklehnen: «Die Saison wäre gerettet, unsere Kosten von 12000 Franken schon gedeckt.»

Solche Aussichten hat Zeglingen nicht. «Der 250 Meter lange Schlepplift rentiert kaum», sagt Präsident Urs Schaub von der Skiriege Staffelalp. Der Löwenanteil der Einnahmen erwirtschaftet der Verein mit der Skihütte, die von Anfang Dezember bis Ende März jedes Wochenende geöffnet ist. Sie finanziert den Lift mit. Schaub rechnet an diesem Wochenende mit «ein paar Dutzend Gästen», vor allem mit Kindern aus dem Dorf, welche den Lift gemäss einer Abmachung mit der Gemeinde gratis benützen dürfen.

Langenbruck: 25 Betriebstage nötig

Auch im benachbarten Oltingen ist der 450 Meter lange Tellerlift samstags und sonntags in Betrieb. Am ersten Dezemberwochenende hatte es laut Skiriegepräsident Hans Gysin rund 100 Wintersportler. «Wir brauchen drei schöne Wochenenden für eine schwarze Null.»

In Langenbruck, dem grössten Skigebiet in der Region mit zwei Liften, sind die festen Betriebskosten naturgemäss höher. «Bei 25 Skitagen sind alle Fixkosten und gewisse Amortisationen eingeholt», weiss der Mitinhaber Peter Hammer von der Skilift AG Langenbruck. Geld gemacht wird an den Wochenenden, «unter der Woche verdienen wir fast nichts».

Für die Aktiengesellschaft ist der Skilift laut Hammer ein Nullsummenspiel. «Wichtig ist, dass wir Ende Saison alle Auslagen gedeckt haben.» Langenbruck ist das einzige Skigebiet, das seine Lifte nicht auf ehrenamtlicher Basis betreibt und dazu Mitarbeiter anstellt.

Preise und Öffnungszeiten unter: www.hohe-winde.ch, www.skiriege.ch; skilift.nunningen.ch, www.skilifte-langenbruck.ch