Der Umzug findet, so steht es schwarz auf weiss im «Aescher Wegweiser», doppelt statt: am Sonntag, 3. März, aber auch drei Wochen zuvor: diesen Sonntag, 10. Februar. Wenn ihr zweimal Fasnacht wollt, dann sollt ihr auch zweimal Fasnacht haben!, sagte sich das örtliche Comité.

Es setzte auch für kommenden Sonntag einen Umzug an – der Zuspruch sei gross, erzählt Matthias Cueni, Obmann des Fasnachtscomité Aesch: «Mehrere Guggenmusiken sind interessiert und können sich vorstellen mitzumachen. Eine stammt sogar aus Basel.»
Ursprünglich rechnete das Comité mit rund 70 Teilnehmenden. «Jetzt müssen wir wahrscheinlich nochmals etwas aufstocken», sagt Cueni.

Start ist um 14 Uhr vor der Gemeindeverwaltung beim Schloss, dann geht es durch die Hauptstrasse und Ettingerstrasse zum Neumatt-Schulhaus. Nach einer halben Stunde ist der ganze Spuk vorbei – bis zum ordentlichen Umzug am 3. März.

«Räbgäischt» spielt mit

Für den Auftakt der Aescher Strassenfasnacht ist traditionellerweise der «Räbgäischt» zuständig. Laut «Telebasel» wird er auch bei der diesjährigen Mini-Vorpremiere dabei sein.

Die Aescher Gemeindepräsidentin Marianne Hollinger nimmt die Vorgänge mit Humor. «Das Komitee hat schon vor einiger Zeit angekündigt, es würde etwas machen wegen des doppelten Datums. Wir sagten ihnen, sie hätten freie Hand, den Fehler nach ihrem Gusto auszuspielen.» Es sei doch die Aufgabe der Fasnacht, die Obrigkeit auf die Schippe zu nehmen. Darum habe die Verwaltung den Anlass bewilligt.

Gemäss Cueni schaut die Gemeindepolizei während des Umzugs zum Rechten. Man habe zusätzlich Securitas-Angestellte engagiert. Waggis-Wagen werden am Sonntag aber keine zu sehen sein. «Dafür wäre der Aufwand zu gross», sagt Cueni.

Vorgaben für die Teilnahme gibt es nur zwei: Kostüm und Larve. Treffpunkt ist um 13.45 Uhr bei der Gemeindeverwaltung. «Es soll ablaufen wie an einer Kinderfasnacht», sagt Cueni. «Alle dürfen mitmachen.» Die offizielle Aescher Strassenfasnacht am 3. März ist eine Nummer grösser. Dann fahren 46 Formationen mit.

Der Kalenderlapsus hat es nicht auf die Plakette geschafft. Das Sujet 2019 war bereits gewählt. Es heisst «Mir stäche duure ...» – eine Anspielung auf den Zubringer Pfeffingerring. Die Strasse, die Aesch bald mit der Autobahn 18 verbindet, ist im Bau.

Auch Heiligabend verschoben

Neben der Fasnacht ist im «Aescher Wegweiser» ein weiteres wichtiges Datum falsch eingetragen. Der Heiligabend wurde, musste Hollinger mit Schrecken feststellen, kurzerhand auf den 23. Dezember vorverlegt. In dieser Angelegenheit habe man bisher noch nichts vernommen, sagt Hollinger. «Aber das kommt vielleicht noch!»