Mit der Inbetriebnahme der Schrankenanlage Steinenweg in Hölstein am Mittwoch ist das kantonale Massnahmenpaket "Sanierung Bahnübergänge" abgeschlossen worden, wie die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) mitteilte. Der Landrat hatte 2006 für die Sanierungen 20 Millionen Franken bewilligt.

Mit der Umsetzung der Massnahmen erfülle der Kanton auch die Vorgaben des Bundes, wonach es in der Schweiz in der Regel keine ungesicherten Bahnüberhänge mehr geben darf. Ausnahmen gibt es gemäss BUD etwa auf Strecken, bei denen auf Sicht gefahren wird.

Schwere Unfälle

Die Schienen von WB und BLT kreuzen an rund 250 Stellen Strassen, Fuss- und Radwege sowie Haltestelle-Passagen. 2003 nahmen die Verkehrsunfälle mit Tram und Bahnen im Kanton Basel-Landschaft sprunghaft von 17 auf 29 zu. Zwei der Unfälle verliefen tödlich, wie der Verkehrsunfallstatistik der Polizei zu entnehmen ist. Ein Jahr später starben bei 21 Tram- und Bahnunfällen drei Personen.

Wegen dieser Reihe schwerer Unfälle setzte die BUD damals eine Arbeitsgruppe ein. Ab 2004 wurden alle Gleisquerungen inventarisiert und deren Soll- und Ist-Zustände verglichen. In der Folge wurden Massnahmen entwickelt, um die Sicherheit zu erhöhen.

Insgesamt sind in den vergangenen sechs Jahren entlang der WB 20 Bahnübergänge mit Schranken abgesichert oder geschlossen worden. Im Leimental und Birseck wurden gemäss Mitteilung 15 Bahnübergänge entlang der BLT-Tramlinien sicherer gemacht. Bereits zuvor gesichert worden waren stark frequentierte Übergänge.

Die SBB hatte die Sanierung ihrer Bahnübergänge landesweit Ende 2014 abgeschlossen. Ab 2004 waren rund 550 der 1160 Bahnübergänge auf dem SBB-Netz saniert worden. Insgesamt gibt es schweizweit über 4600 Bahnübergänge.