Die Allschwiler Tagesmütter werden zusätzlich zu ihrem neu festgelegten Bruttostundenlohn von 8.95 Franken vorübergehend einen Beitrag von 1.50 Franken erhalten. Das eröffnete Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli am Mittwochabend dem Einwohnerrat. Dieser hatte nach den ganzen Schlagzeilen um die Tagesbetreuung mit einer dringlichen Interpellation um Informationen gebeten.

Neue Grundlagen in Wochenfrist

Der zusätzliche Betrag soll bis Ende September ausgezahlt werden und dient als Übergangslösung. Diese wurde nötig, weil die Gemeinde die Verantwortlichkeit für Tagesmütter sowie private Tagesheime per 1. April von der Stiftung Tagesheime übernahm. In diesem Zusammenhang erhielten die Tagesmütter Mitte März neue Verträge mit Lohnkürzungen um 23 Prozent. Viele von ihnen weigerten sich, zu unterschreiben, weshalb sie nun ohne Vertrag dastehen.

«Wir standen unter enormem zeitlichen Druck», begründete Nüssli das Chaos. Erst Ende 2015 sei festgestanden, dass die Gemeinde die Verantwortung für Tagesmütter und private Tagesheime übernehmen werde. «Wir mussten innerhalb weniger Wochen neue Grundlagen erarbeiten.» Mit der Übergangslösung kauft sich die Gemeinde ein bisschen Zeit. Ab 1. Oktober sollen dann aber definitiv die neuen Ansätze gelten.

Neue Ansätze soll es auch bei den Subventionen für Eltern geben, die ihre Kinder durch Tagesmütter oder private Tagesheime betreuen lassen möchten. Auch hier möchte die Gemeinde eine Übergangslösung bis 1. Oktober ermöglichen, indem bis dann die bisherige Subventionslösung gilt. Dies müsste allerdings erst der Einwohnerrat absegnen. Eine entsprechende Vorlage soll im Mai zur Abstimmung kommen.