Vorgesehen sind in der ersten Etappe zahlreiche Bohrungen und umfangreiche Grundwasseruntersuchungen, wie die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) am Mittwoch mitteilte. Gestartet wird mit den Arbeiten voraussichtlich nächsten Frühling. Sie sollen bis Mitte 2018 dauern. Durchgeführt und finanziert werden die Untersuchungen durch das Amt für Umweltschutz und Energie.

Das Hafenareal, das unmittelbar an die Grundwasserschutzzone Hardwald grenzt, ist fast vollständig im Kataster der belasteten Standorte des Kantons Basel-Landschaft eingetragen. Bisher wurden nach Angaben der BUD erst historische Abklärungen durchgeführt und Proben an den vorhandenen Grundwassermessstellen entnommen.

Bei diesen Untersuchungen wurden punktuell hohe Belastungen mit Schadstoffen gemessen, die in Zusammenhang mit dem Betrieb der Tankanlagen auf dem Hafenareal stehen. Bei den Schadstoffen handelt es sich um Kohlenwasserstoffe, Methyl-tert-butylether (MTBE) und Benzol.

Weitere Untersuchungen nötig

Nach Angaben der BUD sind nun weitere Untersuchungen im Bereich der Tanklager und der Umschlagplätze für flüssige Brennstoffe nötig. Je nach dem, wie stark der Untergrund und das Grundwasser belastet sind, werden Sanierungsmassnahmen angeordnet.

Die von den Untersuchungen betroffenen Firmen auf dem Hafenareal sind über die vorgesehenen Arbeiten bereits informiert worden, wie es in der Mitteilung heisst. Die vorhandenen Sicherungssysteme für die Tankanlagen sollen nicht beeinträchtigt werden.

Der Auhafen ist als einer der drei Rheinhäfen der Region Basel auf Umschlag und Lagerung von flüssigen Brennstoffen, Düngemitteln, mineralischen Rohstoffen und Zucker ausgerichtet. Als grösster Umschlagplatz der Schweiz dient er dem Bund gleichzeitig als Notlager etwa für Millionen Tonnen an Brenn- und Treibstoffen. Über Tanklager verfügt der Hafen seit 1945