Die Einleitung ins Konfetti 2014 hat sich gewaschen. Damit das Bubendörfer Publikum im Saal nicht einschlafe, fange man nun an, raunte es ankündigend von der Bühne. Dann öffnete sich der Vorhang, und da stand die Tambouren- und Pfeiferclique Bubendorf, kurz TPCB, zu ihrem Abend – in Nachthemden und Pyjamas. Zum Gähnen war das trotzdem nicht.

Es ging nämlich Schlag auf Schlag. Erst schränzten sich im Anschluss die Samba- und die Fränkeschränzer nachhaltig in die Trommelfelle des Publikums. Die Pfeifer brachten mit dem «Nodlebärg» ein Stück zur Weltpremiere. Es entführte die Junge Garde gemeinsam mit Musikschülern der Primarschule in den Wilden Westen.

Schliesslich sorgten die Schuumschleeger und die Schnaabelwetzer für schnitzelbänklerische Fasnachtslacher. Erstere sind überzeugt: Trotz NSA-Skandal bleibt das Rezept des Appenzellers geheim.

Nächstes Jahr zwei Konfetti?

Das Konfetti hat stets eine Dramaturgie. Geführt wird der Zuschauer dabei durch den Bruchpiloten alias Urs Rudin. Im Stile eines Schnitzelbankes reimt er sich durchs politische und gesellschaftliche Gag-Dickicht und moderiert von Darbietung zu Darbietung. Das geht so lange gut, bis er zum finalen Paukenschlag schliesslich das Sujet der TPCB für die diesjährige Fasnacht bekannt gibt.

Es lautet: «Wenn me d’Rega will ergänze, git’s nume Flugsalat und Turbulenze.» Es war also kein Zufall, nahm die Clique ihr Publikum zuvor mit auf einen Rundflug samt dusseligem Co-Piloten und bekifftem Passagier. Gelegenheit, über Fusionen («Solange das Zusammenleben nicht funktioniert, sollte man auch nicht heiraten»), Liestal am Sonntag («Das Einzige, was sonntags in Liestal läuft, ist die Ergolz») oder die unendliche Geschichte der hiesigen Mehrzweckhalle zu debattieren. In einem ersten Rahmenstück hatte die Clique mit Vladimir verhandelt, dem russischen Oligarchen. Doch als einem blühte, dass auf dem nächstjährigen Konfetti-Flyer Gazprom als Sponsor stünde und Greenpeace drohte, sich vom Hallendach abzuseilen, wurde man die Russen eilends los.

Russische Ölmilliarden sind denn in Bubendorf auch gar nicht nötig: Das Konfetti boomt. Zwar hatte die Premiere 2001 noch ein Minus von 26 Franken in die Cliquenkasse gespült. Mittlerweile lohnt sich das Konfetti aber auch finanziell, erzählt OK-Präsident Hansruedi Känel. Die 350 Plätze waren restlos vergriffen. Känel: «Wir hätten sogar 90 weitere Billette verkaufen können. Nun müssen wir überlegen, ob wir nächstes Jahr zwei Aufführungen machen.»