Nach dem Abbruch der Tarifgespräche hat die Gewerkschaft der Flugsicherung erneut zum Streik aufgerufen. Der Arbeitskampf sollte gestern Sonntag um 21 Uhr losgehen und zunächst bis Donnerstag 5 Uhr andauern. Ein erster Streik hatte bereits in der vergangenen Woche zahlreiche Flüge ausfallen lassen. Von der Nervenprobe zwischen dem Flughafenbetreiber Fraport und der Gewerkschaft waren auch Verbindungen nach Zürich, Genf und Basel betroffen. Die Lufthansa kündigte an, heute Montag etwa 70 Verbindungen innerhalb von Deutschland und Europa zu streichen. Etwa 80 Prozent des Flugplanes könnten aber wie geplant abgewickelt werden, darunter auch die interkontinentalen Verbindungen. Die Fronten sind derweil verhärtet: Vorfeldlotsen, Flugzeugeinweiser und Verkehrsdisponenten fordern Einkommenserhöhungen, höhere Zulagen und geringere Arbeitszeiten. Der Flughafenbetreiber Fraport bezeichnete den erneuten Streikaufruf als «völlig überzogen und nicht nachvollziehbar». (sda)