Auf Initiative des Birsfelder Gemeinderats haben der Kanton Basel-Landschaft und der Bund die Verkehrsüberlastung auf der Hauptstrasse in Birsfelden analysiert. Die Resultate liegen nun vor. Die Gemeinde wird dabei in ihrer Annahme bestätigt, dass sie als A2-Ausweichroute dient.

Die Verkehrsbelastung steige sprunghaft an, sobald auf der nahen Autobahn A2 vor Basel der Verkehrsfluss behindert werde, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Birsfelden vom Mittwoch. Die Zahlen würden somit deutlich aufzeigen, dass die Autofahrer bei Stau versuchen, diesen über Birsfelden zu umfahren, häufig zusätzlich auch über Muttenz.

Spitzenwerte wegen Ausweich-Verkehr

Die Hauptstrasse hat in Fahrtrichtung Basel «ihre maximale Leistungsfähigkeit» erreicht, so die Gemeinde weiter. Pro Stunde würden im westlichen, Basel zugewandten Strassenabschnitt tagsüber zwischen 500 und 600 Motorfahrzeuge gemessen.

Der Ausweich-Verkehr hat auch Auswirkungen auf den öV: «Die Buslinie 80/81 ist bei Ereignissen stark verspätet», so die Gemeinde. Ebenso betroffen sei die Tramlinie 3 der Basler Verkehrsbetriebe.

Diese wird zwar weitgehend über ein eigenes Trassee in der Strassenmitte geführt, trotzdem ist für die Trams oft kein Durchkommen möglich – etwa dann, wenn Lastwagen zu Nahe an den Geleisen stehen.

Tiefste Belastung seit 1965

Erstaunliches ergibt der Mehrjahres-Vergleich: So wurde 2012 die tiefste Verkehrsbelastuns seit Messbeginn im Jahr 1965 gemessen. In Zahlen bedeutet dies: Weniger als 10 000 Motorfahrzeuge pro Tag. Basis der Analyse bildet das feste Zählestellen-Netz von Kanton und dem Bundesamt für Strassen (Astra).

«Für die betroffenen Gemeinden, Kantone sowie das Astra bestehen unterschiedliche Zielsetzungen», stellt die Gemeinde abschliessend fest. Für die Bevölkerung solle «möglichst bald» eine Verbesserung erreicht werden. Sie stellt zudem in Aussicht, dass der Grundlagenbericht bis zu den Sommerferien fertiggestellt wird. Ein Berichtsentwurf soll im Herbst vorliegen.