Erstmals seit 2008 soll der Kanton Baselland im Jahr 2018 wieder schwarze Zahlen schreiben: Der Aufgaben und Finanzplan (AFP) 2018 bis 2021, den Finanzdirektor Anton Lauber am Donnerstagmorgen präsentierte, sieht im kommenden Jahr ein kleines Plus in der Erfolgsrechnung von 7,9 Millionen Franken vor.

Gemäss AFP soll der Kanton in den folgenden Jahren ausschliesslich positive Rechnungsabschlüsse präsentieren können: Vorgesehen sind Überschüsse von 21 Millionen Franken im Jahr 2019, von 14 Millionen im 2020 und von satten 65 Millionen Franken im 2021.

55,5 Millionen für Pensionskasse

2018 wird das Ergebnis – auch aufgrund von allfälligen Korrekturen durch den Landrat – leicht ins Minus fallen können. Immerhin ist in dem knappen Plus von 8 Millionen im Budget 2018 ein Betrag von 55,5 Millionen Franken zum Abbau des Bilanzfehlbetrags wegen der Reform der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) bereits eingebaut. Dasselbe gilt für die folgenden Finanzplanjahre. Das heisst: Ohne diese ausserordentlichen Aufwendungen liegt das operative Ergebnis 2018 bei 63,5 Millionen Franken im Plus, in den Folgejahren entsprechend höher.

Die positiven Ergebnisse sind massgeblich auf steigende Steuereinnahmen zurückzuführen. 2018 soll der Steuerertrag gegenüber dem Vorjahr um satte 102 Millionen Franken steigen, davon entfallen 67 Millionen auf Einkommenssteuern von natürlichen Personen.

Im Gesamtergebnis steigt der Ertrag gegenüber dem Vorjahresbudget um 97,1 Millionen. Umgekehrt steigt auch der Gesamtaufwand um 66 Millionen Franken. Davon entfallen allerdings 55,5 Millionen auf den erwähnten Zusatzbetrag für den Fehlbetrag bei der Pensionskasse. Anton Lauber sprach denn auch von einem «moderaten Anstieg» beim Aufwand. Unter dem Strich verbessert sich die Planung 2018 gegenüber dem aktuellen Budget 2017 um 31,1 Millionen.

250 Millionen für Investitionen

Lauber verwies auch das laufende Sparpaket: Kumuliert sollen die jährlichen Entlastungen bis 2021 bei 148 Millionen Franken liegen, bisher realisiert sind rund 105 Millionen. Dieser erfreulichen Entwicklung zum Trotz steigt die Verschuldung des Kantons vorderhand weiter an. Dies, weil er die  Investitionen trotz der schwarzen Zahlen in der Erfolgsrechnung nicht vollständig aus eigenen Mitteln bezahlen kann.

Bis 2020 steigen so die Schulden um total 230 Millionen Franken. Erst im Jahr 2021 soll die Selbstfinanzierung höher sein als der Saldo der Investitionsrechnung – dann ist ein kleiner Schuldenabbau möglich. Die Investitionen liegen im kommenden Jahr bei rund 250 Millionen, in den drei Folgejahren bei jeweils knapp unter 200 Millionen.