In den Böden der Gemeinde Liesberg sind erhöhte Arsenwerte festgestellt worden. Diese Meldung sorgt für Unsicherheit. Was bedeutet das nun für die Einwohner? Wie gehen diese mit den Neuigkeiten um? Und sind die Empfehlungen des Kantons – wie beispielsweise der Verzicht auf den Gemüseanbau im eigenen Garten – zumutbar?

Der Liesberger Gemeindepräsident und Landwirt Markus Wackernagel gibt Entwarnung: Sicher sei das Arsenvorkommen ein wichtiges Thema in Liesberg, schliesslich sei mehr als das halbe Dorf betroffen. «Jedoch herrscht in der Bevölkerung keine Angst», fügt er an.

Zwar seien vorerst nur jene Einwohner, die Proben in ihrem Garten vornehmen liessen, sowie die betroffenen Landwirte direkt vom Kanton über das Arsenvorkommen informiert worden. Ausserdem verschickte das kantonale Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) rund 126 Schreiben an die Haushalte, die im stark betroffenen Gebiet liegen. Kommende Woche werden nun alle Einwohner via Gemeinde-Blatt «Liesberg Aktuell» über den Stand der Dinge aufgeklärt.

Gras nicht zu tief mähen

Die vom Kanton vorgeschlagenen Massnahmen sind für Landwirt Wackernagel nicht mit gravierenden, aber doch gewissen Einschränkungen verbunden. «Beispielsweise muss ich darauf achten, dass ich nicht zu tief mähe», erklärt er. So könne gewährleistet werden, dass keine belasteten Bodenpartikel im abgeschnittenen Gras landen.

Das (AUE) hat in Liesberg an insgesamt 70 Standorten Bodenproben genommen. Zusätzlich wurden sieben Gärten von Privatpersonen auf Arsenvorkommen hin untersucht. Weiter wurde an drei verschieden Orten ein Bodenprofil erstellt.

Dieser Detailblick in die Tiefe der Böden zeigt, dass die höchsten Arsen-Gehalte in verschiedenen Tiefen in den Böden auftreten. Ausserdem wurden 15 Proben von Gemüse und Gras, sowohl in den Privatgärten wie auch in der Landwirtschaft genommen, teilt das AUE auf Anfrage mit.