Die Bewohner der temporären Asyl-Unterkunft in Pratteln müssen ihre Bleibe wie geplant bis Ende März verlassen.

Grund dafür ist die im April beginnende Schiesssaison, welche auf dem benachbarten Schiessplatz Lachmatt stattfinden wird. Für die kriegstraumatisierten Menschen wäre eine Unterbringung unter diesen Umständen eine Zumutung.

Da es seit Anfang Jahr deutlich weniger Asyl-Gesuche als noch vor Weihnachten gab, werde nicht nach einem alternativen Lager für die Asylsuchenden gesucht, wie das Regionaljournal heute berichtete.

Alternativen sind bereits vorhanden

Die meisten Flüchtlinge, die im Moment in Pratteln stationiert sind, werden auf verschiedene Unterkünfte in unterschiedlichen Kantonen verteilt, da bei ihnen der erste Teil des Asylverfahrens bereits abgeschlossen ist.

Die anderen Flüchtlinge, welche kein derart weit fortgeschrittenes Verfahren vorweisen können, kommen ins Empfangszentrum Bässlergut, welches nun wieder freie Plätze bietet.

Nur eine Notlösung

Dass Pratteln nur Standort einer Übergangsunterkunft sein wird, war von Anfang an klar.

Die Gemeinde Pratteln stellte ihre Zivilschutzanlage als Ersatzlösung ein, da im Bässlergut zu wenig Plätze vorhanden waren und einige Asylsuchende bei eisigen Temperaturen sogar auf der Strasse übernachten mussten. (agt)