Im Gegensatz zum Werk Reconvilier BE wurde das Areal in Dornach nicht an die neue Swissmetal-Besitzerin, die chinesische Beteiligungsgesellschaft Baoshida, verkauft. Es blieb im Besitz des Tochterunternehmens Swissmetal Industries AG, welche sich inzwischen in Weidenareal Metall AG (WAM) umbenannt hat.

Die WAM vermietete das Grundstück allerdings für eine Dauer von sechs Jahren an die Baoshida zurück. Die Sachwalterin der WAM stelle derzeit aber Überlegungen an, was mit dem Areal am südlichen Rand des Ballungsgebietes von Basel im Interesse der Gläubiger angestellt werden könnte, sagte Swissmetal-Sachwalter Fritz Rothenbühler am Dienstag auf Anfrage.

Ein Teil der Überlegungen führe dahin, das Gelände für Wohn- und Gewerbezwecke zu entwickeln. Deshalb habe man einen Planer engagiert und Gemeinde sowie Kanton miteinbezogen, um zu sehen, was machbar sei, sagte Rothenbühler weiter.

Auf der anderen Seite habe Baoshida Interesse angemeldet, den Betrieb in Dornach weiterzuführen. Die Chinesen hätten bei der Übernahme der ehemaligen Swissmetal-Werke in Reconvilier und Dornach ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass sie beide Betriebe aufrecht erhalten wollen.

Leitbild und dann Umzonung

Im Hinblick auf einen möglichen Umzonungsprozess hat der Gemeinderat Dornach hat die ersten Schritte eingeleitet. Er stimmte am Montag der Erarbeitung eines räumlichen Leitbildes zu. Der Dornacher Gemeindepräsident Christian Schlatter bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der "Basler Zeitung".

Das Leitbild muss von der Gemeindeversammlung genehmigt werden, ebenso der neue Zonenplan, in dem die im Leitbild aufgestellten Vorgaben detailliert dargestellt werden. Der Gemeinderat Dornach hat gemäss Angaben von Schlatter eine Begleitgruppe ins Leben gerufen, die eng mit den Planern und Landbesitzern zusammenarbeitet.