Gestern Nachmittag kam es in der Oberbaselbieter Gemeinde Buckten zu einem Grosseinsatz der Polizei, nachdem in einem Einfamilienhaus ein Schuss gefallen war. Absperrbänder wurden quer über die Hauptstrasse gespannt, für den Verkehr gab es für mehrere Stunden kein Durchkommen mehr.  Lange herrschte Unklarheit über den Grund des Einsatzes, Anwohner wurden laut «20min.ch» von den Beamten angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben.

Der Grund für das Grossaufgebot war laut der Baselbieter Polizei ein 60-jähriger Mann, der um 11 Uhr als vermisst gemeldet worden war. Als eine Polizeipatrouille eine halbe Stunde später im Einfamilienhaus an der Rebgasse nachsehen wollte, kam es im Haus zu einer Schussabgabe. Da die Situation zunächst unklar war – so etwa, ob sich zu jenem Zeitpunkt andere Personen im Haus aufhielten – boten die Polizisten vor Ort Verstärkung auf: 30 Polizei-Angehörige – einige davon schwer bewaffnet mit Helm und schusssicherer Weste – sowie Polizeihunde kamen daraufhin nach Buckten.

Sie umstellten das Haus und sperrten das Gebiet grossräumig ab, der Autoverkehr wurde umgeleitet. Später fand eine Spezialeinheit den Leichnam des 60-Jährigen. Der Mann hatte sich im Obergeschoss mit einer Waffe das Leben genommen. Die Polizei schliesst eine Fremdeinwirkung aus. «Wir haben im Haus keine weiteren Personen angetroffen. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr», sagt Polizeisprecher Adrian Gaugler. Kurz vor 16 Uhr war der Polizeieinsatz beendet.