66 Autos in den Wochen zwischen Mitte September und Ende Oktober 2012: Das ist die eindrückliche Leistungsbilanz einer siebenköpfigen Autoknackerbande, die im Raum Nordwestschweiz ihr Unwesen trieb. Die Baselbieter Staatsanwaltschaft hat nun einen 25-jährigen Marokkaner angeklagt, wie sie am Montag mitteilt. Er soll einer der Haupttäter gewesen sein. Gegen zwei weitere mutmassliche Bandenmitglieder wurde bereits Anklage erhoben, Anklagen gegen zwei weitere Personen stehen noch aus. Alle fünf Personen befinden sich in Haft.

Die Deliktssumme beläuft sich auf knapp 38'000 Franken, der Sachschaden auf knapp 69'000 Franken. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft legt dem Mann zudem weitere zwei Autoaufbrüche im Februar 2013 sowie andere Delikte (Fahrzeugentwendungen zum Gebrauch, Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Geldwäscherei) zur Last.

Aufwändige Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft

Auf die Bande gestossen war die Polizei, nachdem im November 2012 zwei Männer auf frischer Tat bei Autoaufbrüchen ertappt worden waren. Gegen beide wurde danach Anklage erhoben, einer von ihnen wurde bereits verurteilt. Später wurde im Zuge aufwendiger Ermittlungen in der Schweiz auch der 25-Jährige festgenommen.

Zudem wurde ein mutmasslicher Mittäter in Belgien verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert. Ein fünftes mutmassliches Bandenmitglied wurde sodann letzten Juli festgesetzt, zwei weitere sind ausgeschrieben. Zusammen werden der Bande rund 160 Delikte mit einem Deliktsbetrag von etwa 100'000 Franken und einem Schaden von etwa 150'000 Franken vorgehalten.

Allen sieben Personen zusammen werden gesamthaft rund 160 Delikte, darunter hauptsächlich Fahrzeugaufbrüche und Diebstähle aus unverschlossenen Autos, zur Last gelegt. Der Gesamtsachschaden der Autoaufbrüche beläuft sich auf ungefähr 150'000 Franken, der Deliktsbetrag der Diebstähle auf ungefähr 100'000 Franken. (fam/sda)