«Die Kantonsfusion betrifft vor allem die Jugendlichen», sagt die Co-Präsidentin der Juso Baselland, Samira Marti. Denn sie sind es, die letztlich auch mit der Fusion leben müssten. Um die Jungen zu mobilisieren, veranstaltet das Organisationskomitee von «Jugend für ein Basel»Samstagabend im Kulturhotel Guggenheim ein vielseitiges Konzert.

«Uns stört, dass die Fusionsdebatte vor allem von über 50-jährigen Personen diskutiert wird», erklärt Marti. Zwischen den Jugendlichen und der älteren Generation gebe es klare Meinungsunterschiede: Während sich hauptsächlich die Ü50-Bevölkerung dagegen ausspricht, stünde die jüngere Generation der ganzen Sache unvoreingenommen und viel lockerer gegenüber. Sie sähen eine Fusion sachlicher und weniger ängstlich.

Die ältere Generation hielte sich nicht nur an Traditionen fest, sondern fürchtete sich auch vor Identitäts- und Kulturverlust. Marti erkennt aber keine Beeinträchtigung darin: «Primär geht es bei der Fusion darum, die politischen Strukturen der Realität anzupassen.»

Mit Musik zur Fusion

Sie sieht das Event als Startschuss für die Kampagne. «Es geht nicht nur um die Frage, ob wir fusionieren wollen oder nicht, sondern auch um den finanziellen Aspekt: Ist der Stillstand wirklich eine Option?», sagt Marti. Noch Unentschlossene sollen sich durch die Veranstaltung mit dem Motto «Sound für ai Basel» entscheiden können.

Am Event werden Bands aus der Region Basel rocken: Seit Kurzem zählt «Jugend für ein Basel» ausserdem ein Kulturkomitee zu ihrer Organisation. Zu ihren Mitgliedern gehören auch die Bands, welche heute Abend auftreten. Unter ihnen befinden sich nicht nur Jungparteiler, auch Musiker, die politisch nicht gross engagiert sind, gehören dazu. Dadurch soll die Kampagne vor allem den 15- bis 25- Jährigen schmackhaft gemacht werden.

«Ein Basel - statt Basel-Stadt und Baselland - schafft Grenzen ab, welche für uns ohnehin keine sind. Zusammen für eine neue Zukunft», finden die Ringdingbings, eine der vier Bands, die am Samstagabend auftreten werden.

Nebst den Bands wird auch Sophie Bischoff, bz-Kolumnistin und Mitglied der Jungen Grünen, mit Poetry-Slams unterhalten. Auch die Jungparteien beider Basel werden sich auf der Bühne blicken lassen.

Eine Abstimmungskampagne steht beim Komitee noch an, mehr dazu möchte Marti aber noch nicht verraten: «Wir möchten als Erstes die Reaktionen auf das Event abwarten. Nach der Sommerpause schauen wir dann weiter», sagt sie.

Die Türöffnung ist um 19.30 Uhr im Liestaler Guggenheim. Der Eintritt ist gratis. Mehr Infos unter: www.jugendfuereinbasel.ch