Du trittst wieder einmal in Gelterkinden auf, wo Du aufgewachsen bist. Wie viele Hände wirst Du heute Abend schütteln?

Baschi: Einige. Es ist immer ein schönes Nachhausekommen. Darauf freue ich mich wahnsinnig, weil ich als Musiker schon 15 Jahre unterwegs bin. Ich trete am Freitag erst das dritte oder vierte Mal wieder in Gelterkinden auf. Für mich ist es stets wichtig, im Marabu ein Konzert zu geben, denn dort hat alles angefangen.

Die Gelterkinder werden sich riesig auf Dich freuen. Was können sie von Dir erwarten?

Wir haben gerade zwei Tage geprobt, wir sind eingespielt und spielfreudig. Einzig der Zeitpunkt ist ein wenig komisch, denn mein neues Album kommt erst im September heraus. Wir werden zwei neue Lieder spielen, die noch niemand gehört hat. Sonst bringen wir solche, die Leute hoffentlich mitsingen können.

Gehört «Bring en hei», Dein Song zur Fussball-WM 2006, auch dazu?

Selbstverständlich.

Lässt Du dir bei Deinem Heimspiel im Marabu etwas Spezielles einfallen?

Wer mich kennt, der weiss, dass ich immer für Überraschungen gut bin. Zurzeit befinde ich mich aber dermassen im Stress mit meiner neuen Single und bin im ganzen Land unterwegs. Der Fokus aufs Konzert begann erst am Donnerstag. Gegen Ende werde ich auch immer recht nervös.

Nervös?

Ja, sicher. Ich habe schon lange kein richtiges Konzert mehr gegeben. Aber ich will den Gelterkindern doch etwas Cooles bieten, logisch.

Ist der Ablauf fix geplant, oder geschieht viel spontan?

Die Reihenfolge der Songs ist festgelegt. Aber wie ich mich auf der Bühne gebe und was ich zu den Leuten sage, das schreibe ich nicht vor, und ich mache mir auch keinen Spickzettel. Hier lasse ich mich vom Publikum leiten und von mir selber. Meistens ist das unkompliziert und mit Emotionen verbunden. Gerne lasse ich mich hinreissen zu gewissen Sachen. Ich gehe ins Publikum und hole vielleicht mal jemanden auf die Bühne.

Ziehst Du heute in Gelterkinden auch noch Feststimmung rein?

Tags darauf singe ich in der Fernseh-Show «SRF bi de Lüt» in Arlesheim. Aber ich fahre am Freitag nach dem Konzert sicher nicht gleich nach Hause. Da muss ich doch noch mit dem einen oder anderen anstossen. Meine Grossmutter und viele Leute, die ich kenne, kommen. Das wird eine tolle Sache. Und mit meiner Tante und Gemeindepräsidentin Christine Mangold stosse ich sicher auch noch auf die neue Badi an.

Du singst im Rahmen des Badi-Dorffeschts. Welche Erinnerungen hast Du ans alte Hallenbad?

Mit der Schule war ich mehrheitlich im Freibad. Aber auch im Hallenbad zog ich früher während des Unterrichts meine Längen. Es ist schon ewig her, als ich letztmals im Hallenbad gewesen bin. Damals hatte es noch einen Kiosk und ein Sprungbrett. Eigentlich habe ich nur gute Erinnerungen.

Schwimmst Du gerne?

Ja, ich bin eine Wasserratte.

Wie hältst Du Dich sonst noch fit?

Ab und zu trainiere ich in einem Fitness-Club. Ich habe auch ein Rennvelo, weil ich bei einer Aktion zugesagt habe. Mitte August findet die «Tortour» statt. In einer Dreiergruppe werde ich auf dem Fahrrad 300 bis 400 Kilometer zurücklegen. Im Hinblick auf die «Tortour» erhielt ich eine ganze Ausrüstung. Jetzt sieht man mich hin und wieder im Baselbiet, wenn ich trainingshalber über die Hügel radle.

Das neue Hallenbad kostet eine Stange Geld und hat an der Urne ein Referendum überstehen müssen. Wie hättest Du gestimmt?

Jetzt darf ich nichts Falsches sagen. Aber das Ganze ist ja geritzt. Ich hätte sicher Ja gesagt.

Wann wirst Du zum ersten Mal ins Pool des neuen Hallenbads springen?

Das müssen wir dann schon einweihen. Wann wird es eröffnet?

Im kommenden Herbst.

Dann werde ich sicher dabei sein.

Kürzlich kam Deine neuste Single heraus «Wenn d Wält 1986», die sich auf Dein Geburtsjahr bezieht. Wie ist das bisherige Echo?

Sehr positiv und verheissungsvoll. Die vergangenen eineinhalb Wochen tingelte ich von einer Radiostation zur anderen und stellte meine neue Single vor. Nun haben wir noch ein neues Video gedreht. Aber es braucht immer einen Moment, um im Radio anzulaufen. Im Musikbusiness weisst du nie, wie es sich entwickelt: Entweder springen die Leute auf oder eben nicht. Aber ich habe ein gutes Gefühl, es kommt nicht schlecht.

Dein nächstes Projekt ist eine CD, die im September auf den Markt kommt. Wie heisst sie?

Das ist noch nicht bestimmt, das kannst Du noch nicht schreiben. Es ist ein Album mit elf Liedern – ein grosses Ding. «Wenn d Wält 1986» war jetzt mal eine erste Single, um die Leute gwunderig zu machen. Im Dezember gehe ich dann auf eine grosse Schweizer Tournee.

Worüber handeln die Lieder auf Deinem neuen Album?

Wer mich kennt, der weiss, dass ich ein bisschen über alles singe: Liebe, Freiheit, Sehnsucht sind meine grossen Themen. Aber es hat Überraschungen drauf, die ich jetzt noch nicht verraten kann. Das wird jedenfalls eine gelungene CD mit ein paar richtig guten Songs.

Singst Du auch über Gott?

Ja, aber diesmal nicht in einem frechen Zusammenhang. Ich wurde Götti von der Tochter meiner Cousine. Dieses Ereignis nutzte ich und machte gleich ein Lied dazu.