1. Hier gibt es Newcomer der Weihnachtsmarktszene zu entdecken


Für viele neue Standbetreiber lässt es sich schwer abschätzen, ob ein Weihnachtsmarkt wirklich die richtige Plattform für sie ist.
Da bietet sich ein Markt wie der in Liestal an, weil die Kosten für die Stände niedriger sind. Ein Stand, der dieses Modell heuer ausprobierte, ist die «Unikat Manufaktur» aus Hochwald. «Es ist erst unsere zweite Weihnachtsmarktsaison, wir beobachten noch, wie es läuft. Allenfalls bewerben wir uns nächstes Jahr dann auf einen Stand des Basler Weihnachtsmarkts», heisst es am Seifenstand von Katharina Sobolewski.


2. In Liestal gibt es besonders viele regionale Standbetreiber


Ob regionale Produkte aus Arisdorf, Ramlinsburg, Hochwald oder Itingen: Der Anteil von regionalen Standbetreibern ist in Liestal viel höher als in Basel. «Für uns wäre es ein zu grosser Aufwand, in Basel einen Stand zu betreiben. Deswegen sind wir jedes Jahr in Itingen und Liestal», sagt Christine Bürgin aus Itingen, die den Rest des Jahres einen Hofladen betreibt.


3. Die Polizei steht nicht mit Maschinengewehren auf der Strasse


Betonpoller und Polizei mit Maschinengewehren zur Terrorabwehr. Bei vielen Weinachtsmarktbesuchenden in Basel löst das ein mulmiges Gefühl aus.
Anders in Liestal. Dort sind dieselben Polizeieinheiten auf Patrouille, die vor dem Beginn des Marktes noch Parkbussen verteilt haben. Auch die Poller sucht man vergebens: Die Strassen sind einzig mit Absperrgittern versehen.


4. Es gibt einen Heimfahrservice – und der ist gratis


Was viele nicht wissen: Seit 19 Jahren kann man sich nach einer erfolgreichen Einkaufstour am Liestaler Weihnachtsmarkt gratis nach Hause fahren lassen. Ermöglicht wird dieses Angebot durch Mitglieder des KMU-Vereins Liestal, die sich finanziell daran beteiligen. Die Autos stellt die Kestenholz-Gruppe zur Verfügung.
Die Idee entstand, als die Parkplätze auf dem Kasernenareal wegen Eigengebrauchs nicht mehr zur Verfügung standen. Organisator Martin Spiess, der im Kantonshauptort ein Fotolabor betreibt, hat einige Anekdoten aus den 19 Jahren zu erzählen: «Zum 15-jährigen Jubiläum hat uns das Smart Center Basel Porsches zur Verfügung gestellt. Das war für alle Beteiligten ein spezielles Erlebnis». Man darf gespannt sein, was zum 20-Jahr Jubiläum geplant ist. Im vergangenen Jahr habe der ehemalige Baselbieter Formel-1-Fahrer Marc Surer beim Fahrdienst mitgewirkt. Ziel sei es, das Einkaufen am Weihnachtsmarkt attraktiver zu machen. Einen Mindesteinkaufspreis oder Ähnliches muss übrigens für die gratis Heimfahrt nicht vorgewiesen werden.


5. Hier gibt es noch echte Tiere zu bestaunen und auch anzufassen


Die Stiftung Tierpark Weihermätteli war auch dieses Jahr wieder auf dem Weihnachtsmarkt anzutreffen. Esel und Zwergziegen sorgten für grosse Augen bei den kleinen Weihnachtsmarktbesuchenden. Nebenbei sammelte die Stiftung Spenden für den Tierpark.
Die Tiere befanden sich an einem ruhigeren Ort, um den Stress für sie zu reduzieren.


6. Lokale Vereine und Betriebe profitieren vom Weihnachtsmarkt


Egal, ob der FC Liestal, der Oldtimerverein Feuerwehr Liestal, die IG Chienbäse, die Stadtmusik Liestal oder der Arxhof: Sie alle sind mit einem eigenen Stand vertreten, an dem man Mitbringsel oder Speis und Trank erstehen und so die Vereinskasse unterstützen kann. Auch zahlreiche lokale Gastrounternehmen sind auf dem Markt vertreten und trumpfen teilweise mit speziellen Kreationen extra für den Markt auf.