Eine von den beiden Trägerkantonen in Auftrag gegebene Studie besagt, dass Basel-Stadt der beste Standort für die juristische und wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Basel ist. Dies berichtet die «Tageswoche». Von den anderen geprüften Standorten Allschwil Bachgraben, Münchenstein Dreispitz und Muttenz Polyfeld sei Allschwil obenaus geschwungen – Liestal hingegen schnitt am schlechtesten ab.

Unter anderem wurde die Erreichbarkeit, die Infrastruktur und die Wirtschaftlichkeit der Standorte unter die Lupe genommen. Die Studie war in Auftrag gegeben worden, nachdem Kritik an der Idee durchgesickert war, einen Uni-Standort in Baselland zu eröffnen.

Die Allschwiler Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli wertet die Ergebnisse positiv. Überrascht davon, dass die Region Bachgraben für einen Uni-Standort geeignet ist, sei sie indes nicht. «Wir haben hier mittlerweile eine gute Infrastruktur. Die Gegend boomt: Das zeigen die Life Science Firmen wie Actelion. Und die Tatsache, dass bald das Tropeninstitut hierher kommen soll», sagt sie auf Anfrage der bz.

Unklar ist aber, welche Bedeutung die Studie im Hinblick auf den Entscheid des Unirats haben wird. Weder die Baselbieter Bau- und Umweltdirektion, welche die Studie gemeinsam mit Basel-Stadt in Auftrag gegeben hatte, noch die Uni wollten Auskunft geben. Gegenüber der «Tageswoche» sagte Marco Greiner, Sprecher der Basler Regierung, dass mit einem Standortentscheid «frühestens» nach den Sommerferien gerechnet werden könne.