Die Baselbieter Baudirektorin Sabine Pegoraro (FDP) hatte kürzlich in der bz bekannt gemacht, dass sie sich im Landrat für eine Vorfinanzierung des Baus zweier Doppelspurinseln zwischen Duggingen und Zwingen einsetzen werde, da der Bund dieses für die Region wichtige Projekt auf seiner Prioritätenliste weit unten stehen hat.

Stadtkanton profitiere von Ausbau

Dieser Forderung schliesst sich nun auch die Starke Region Basel/Nordwestschweiz an. Sie bezeichnet sowohl das Herzstück der Regio-S-Bahn als auch den Doppelspurausbau «als alte und dringende Forderung unserer Vereinigung». Sie geht sogar einen Schritt weiter und rät dem Kanton Basel-Stadt zur Solidarität: «Da beim Doppelspurausbau wie beim ‹Herzstück› die ganze Region und das Wirtschaftszentrum profitieren, meinen wir, dass sich der Kanton Basel-Stadt an dieser Vorfinanzierung in einem analogen Verhältnis beteiligen sollte.» Es wäre laut der Starken Region falsch, «die Vorfinanzierung allein dem Kanton Baselland zu überlassen», so wie es «sinnvoll» sei, dass sich Baselland an den Kosten für das Herzstück beteilige: «Zwei Beispiele, die zeigen: Gemeinsam sind wir stärker.»

Die Starke Region zeigt sich in ihrem Brief sicher, dass die Basler Regierung mit einem solchen Antrag im Grossen Rat «auf breite Zustimmung stossen» werde. Im Parlament gab man sich gestern hinter vorgehaltener Hand aber eher bedeckt. Bevor der Finanzierungsschlüssel des Herzstücks konkret feststehe, gebe es bereits neue Begehrlichkeiten, hiess es zum Beispiel.