Die Überraschung hielt sich in Grenzen. Per Applaus haben die Baselbieter Grünen am Dienstagabend ihren Isaac Reber für die Regierungswahlen vom Frühling 2019 erneut als Kandidaten nominiert. Eine Abstimmung war gar nicht erst nötig. Per Videobotschaft hatte Vizepräsidentin Anna Ott zuvor für Reber geworben: «Er tritt konsequent für eine nachhaltige Entwicklung im Kanton ein.»

Auch Reber selber versicherte, dass er auch weiterhin alles versuchen werde, um grüne Anliegen vorwärtszubringen. In der fünfköpfigen Regierung sei er derzeit allerdings der einzige Vertreter aus dem rot-grünen Lager. Er hoffe sehr, dass bald auch die SP wieder vertreten sein werde, um so mehr Wirkung erzielen zu können. Auch alleine sei es möglich, Ziele zu erreichen. «Es ist aber nicht immer ein einfacher Job», räumt Reber ein, «und ich habe mir lange überlegt, ob ich noch einmal zur Wahl antreten möchte.» Der Sissacher amtet seit 2011 als Sicherheitsdirektor.

So unbestritten Rebers Nomination war, an der Mitgliederversammlung gab sie dennoch einiges zu reden. Die Parteibasis liess keinen Zweifel darüber offen, dass sie sich nach dem Abtritt von FDP-Regierungsrätin Sabine Pegoraro einen Wechsel von Reber in die Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) wünscht, ja erwartet. Dort, so scheinen viele Parteimitglieder zu hoffen, könne Reber noch verstärkt grünen Anliegen Geltung verschaffen.

Reber aber wollte sich einmal mehr nicht in die Karten blicken lassen. Zwar habe er sich die Frage auch gestellt, müsse sie aber vorderhand noch zurückstellen. «Wir wissen noch gar nicht, wer 2019 gewählt wird und wie die Konstellation dann aussehen wird», argumentierte er. Eine Trennung von der Sicherheitsdirektion würde ihm allerdings nicht leicht fallen. «Als Stellvertreter von Sabine Pegoraro habe ich aber schon gezeigt, dass ich auch die BUD gut leiten könnte.»