Der Verband beziffert die kumulierten Rentenverluste wegen der Beschlüsse von Regierung und Parlament in den vergangenen vier Jahren auf teils fast 30 Prozent. Besonders die in den 1960er Jahren geborenen Staatsangestellten würden stark unter den sparbedingten Änderungen des Pensionskassendekretes leiden.

Der LVB - mit 3200 Mitgliedern grösster Personalverband im Kanton - verweist auf die Forderung des Personal-Dachverbands ABP nach nachhaltigen und generationengerechten Abfederungen im Umfang von einmalig 40 Millionen Franken. Soviel koste ein einziger Kilometer der neuen Kantonsstrasse in Pratteln.

Inzwischen stehe der Kanton finanziell wieder besser da, hält der LVB fest. Zudem habe die Pensionskasse BLPK 2017 sehr gut abgeschlossen. Deswegen falle die unmittelbar auszufinanzierende Deckungslücke um 150 bis 200 Millionen tiefer als als erwartet.

Gemäss dem DV-Beschluss wird die Urabstimmung über Kampfmassnahmen durchgeführt, wenn der Landrat der ABP-Forderung nicht «substanziell entgegenkommt» und ein Streik gegen den Landratsentscheid zum PK-Dekret rechtlich zulässig ist - ein Rechtsgutachten sei bestellt. Bleibe die Landratsmehrheit hart, sei der Arbeitsfriede im Baselbiet in Gefahr.