Dankbarkeit durften Regio Basiliensis und seine Präsidentin Kathrin Amacker von der Baselbieter Regierung nicht erwarten. Zwar will der Verein die Studie, die Vor- und Nachteile einer Kantonsfusion der beiden Basel aufzeigen soll, komplett durch private Geldgeber finanzieren lassen - doch nimmt er den Kantonen damit keineswegs Arbeit ab.

Vielmehr befürchtet die Baselbieter Regierung, dass diese Fusionsstudie mehr Schaden anrichte, als dass sie dem Stimmvolk hilft. «Die Befürchtung steht im Raum, dass anstelle der notwendigen staatspolitischen Diskussion über Zahlen gestritten würde, welchen die nötige Legitimität fehlt», schreibt sie in einer Stellungnahme von gestern.

Gegenüber der bz ergänzt Sicherheitsdirektor Isaac Reber: «Ohne die Grundzüge des neuen Kantons zu kennen, kann eine Studie keine echten Fakten hervorbringen. Sie werden nur vorgegaukelt.» Die Regierung setzt denn auch ein Fragezeichen dahinter, wie bei der Studie «die nötige Objektivität» gewährleistet werden könne.

Generell legt die Kantonsregierung Wert darauf, dass es bei der Fusionsinitiative, die voraussichtlich 2014 vors Volk kommt, «nicht um die Fusion der beiden Kantone geht, sondern lediglich darum, ob man die Aufgabe überhaupt anpackt», so Reber.

Erst nach einem Ja würde ein Verfassungsrat die Grundzüge eines gemeinsamen Kantons ausarbeiten und im Sinne einer Simulation mit Kosten- und Nutzenrechnungen unterlegen. Frühestens 2020 könnte die echte Fusionsabstimmung folgen. Reber: «Diesen Ablauf müssen wir der Bevölkerung noch klarer machen.» (mn)