Als Ziel nennt die Regierung als erstes "Erhalt und Weiterentwicklung des gut funktionierenden Flughafens". Sie steht auch hinter dem Status des binationalen Euro-Airport als Schweizer Landesflughafen. Berücksichtigt sehen will sie "die Interessen des Wirtschaftsstandortes und der Bevölkerung" des Landkantons.

Dahinter listet die Regierung in der Mitteilung Umweltziele auf, bleibt aber zum umstrittensten Punkt – dem nächtlichen Fluglärm zwischen 22 und 6 Uhr – vage. Wohnqualität wird mit dem Bezug auf das Risiko relativiert. Immerhin sollen Umweltimmissionen weniger stark zunehmen als die verkehrsseitige und wirtschaftliche Entwicklung.

Anders als Basel-Stadt ist der Landkanton nicht am Aktienkapital des Flughafens beteiligt. Die Baselbieter Regierung will auch weiter "keine Mitfinanzierung". Sie pocht auf Selbständigkeit des Flughafens aus eigener Kraft, wozu ausreichend Gewinn, Cash-Flow und Eigenkapital nötig seien.

Der Flughafen soll auch in Zukunft "wichtige Arbeitsstätte bleiben". Gleichzeit sollen der Verkehr "möglichst umweltverträglich" abgewickelt und die Wohnqualität in Flughafennähe "so wenig wie möglich" beeinträchtigt werden. Dass dies ein Konflikt ist, räumt sie ein; dieser solle eben "möglichst gering gehalten werden".