Die Versicherten in jenen neun Kantonen, wo Rückzahlungen fliessen, müssen auch zwischen 25 Rappen und 45.45 Franken weniger Prämie zahlen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mitteilte. Es handelt sich um die Kantone Zürich, Zug, Freiburg, Appenzell-Innerrhoden, Graubünden, Thurgau, Tessin, Waadt und Genf.

Krankenversicherte in diesen Kantonen hatten zwischen 1996 und 2013 zu hohe Prämien bezahlt. Aus diesem Grund werden ihnen in diesem Jahr insgesamt 188 Millionen Franken gewährt - einerseits über Rückzahlungen, anderseits über reduzierte Prämien.

88,7 Millionen Franken steuert der Bund bei, der Rest stammt von den Versicherten in denjenigen 13 Kantonen, die zu tiefe Prämien bezahlt hatten. Die Krankenkassen ziehen die Beträge von der Juni-Prämie ab oder zahlen sie separat aus.

Die anderen zahlen 48 Franken mehr

Wer jedoch jahrelang zu wenig bezahlt hat, muss 2016 nun einen Betrag von 48 Franken nachliefern. Die Ausnahme bilden Versicherte in Luzern, wo 18 Franken zu zahlen sind, sowie in den Kantonen St. Gallen und Wallis, welche den geschuldeten Betrag bereits 2015 ausgeglichen haben. Die Kassen ziehen den Betrag laut BAG über die normale Prämienrechnung ein.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Versicherten, die zu hohe Prämien bezahlt haben, insgesamt 254,7 Millionen Franken Rückzahlungen und Prämienabschläge erhalten. Gemäss BAG sollen sie im kommenden Jahr die letzte Tranche von 363 Millionen Franken bekommen.

Bei den Kantonen, die nun nachzahlen müssen, handelt es sich um Bern, Luzern, Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Solothurn, Basel-Landschaft, Schaffhausen, Appenzell-Ausserrhoden, St. Gallen, Wallis und Jura.

606 Franken pro Baselbieter fehlten

Der Zuschlag wird vom Bundesamt für Gesundheit jedes Jahr festgelegt und beträgt 2016 für die meisten Kantone 48 Franken, so auch in Baselland. Die Krankenkassen weisen diesen Zuschlag auf der ordentlichen Prämienrechnung gesondert aus. 2016 wird dieser Zuschlag letztmals fällig.

In Baselland waren nach Bundesangaben zwischen 1996 und 2013 unter dem Strich 162,4 Millionen Franken zu wenig Prämien bezahlt worden. In Basel-Stadt waren es im gleichen Zeitraum 23,2 Millionen Franken gewesen. Pro versicherten Kopf macht das einen Fehlbetrag von 606 Franken im Baselbiet und 102 Franken im Stadtkanton.

Basel-Stadt muss so nun weder nachzahlen, noch fliessen Rückvergütungen. Der Stadtkanton ist ein Spezialfall wegen seiner Subventionen an die frühere Öffentliche Krankenkasse ÖKK, die spätere Sympany, die bis 2012 mit abnehmenden Beträgen als Prämienverbilligungen geleistet wurden.