Die Baselbieter Regierung setzt laut eigenen Angaben «alles daran», dass der Bund das Herzstück doch noch in den Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/35 übernimmt. In Hinblick auf die entscheidende parlamentarische Debatte im ersten Semester 2019 hat er zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt «Massnahmen im kommunikativen Lobbying-Bereich» ergriffen. Dabei sucht man die enge Abstimmung mit Ständerat Claude Janiak, der die ständerätliche Verkehrskommission präsidiert.

Diese Strategie wird aus der Antwort des Regierungsrats auf eine Interpellation von FDP-Landrat Rolf Blatter deutlich. Dieser wollte wissen, ob die Variante HOCH-Y, für die sich die regionalen Partner entschieden haben und die derzeit beim Bund als Vorschlag deponiert ist, auch wirklich die beste sei.

Dies bejaht die Regierung. Das grenzüberschreitende Angebotskonzept sehe vor, dass Reisende von allen sieben Ästen des S-Bahn-Netzes die Basler Bahnhöfe sowie die Strecken jenseits des Zentrums ohne Umsteigen erreichen können.

Das Herzstück Basel sei die wichtigste Infrastrukturmassnahme, um das erarbeitete Angebotskonzept im Ausbauschritt 2030/35 zu verwirklichen. Unter Beachtung des Kosten-/Nutzen-Verhältnisses sei HOCH-Y die beste Variante. Beim Vorprojekt könne man es aber noch optimieren, räumt die Regierung ein.

Blatter wollte zudem wissen, ob und wie die beiden Kantone die angelaufenen Planungskosten zurückerstattet erhalten könnte. Die Baselbieter Regierung stellt klar, dass das Gesetz dies nicht vorsehe. Um so wichtiger sei, dass der Bund das Projekt doch noch in den Ausbauschritt 2030/35 übernimmt. Von den 30 Millionen Franken, die die Basel-Stadt und Baselland für die Planung des Herzstücks gesprochen haben, hat der Landkanton knapp zehn Millionen übernommen. Davon ausgegeben sind 1,5 Millionen Franken.