Das Abwasser soll künftig über einen neuen Ableitungskanal in Richtung ARA Ergolz 1 in Sissach geleitet werden, wie es in einer Regierungsmitteilung vom Mittwoch heisst. Die Erstellung des Ableitkanals soll mit geplanten Strassensanierungsarbeiten koordiniert werden. Der Baubeginn ist für 2019 vorgesehen.

Die Aufhebung der beiden veralteten Anlagen hat gemäss Mitteilung zum Ziel, die gesetzlichen Anforderungen bei Trocken- und Regenwetterbedingungen zu erfüllen. Zudem sollen die Betriebssicherheit und die nötigen Kapazitäten für die Entwicklung in den Gemeinden sichergestellt werden.

Die Reinigungsleistung der ARA in Sissach sei trotz geringer Mehrbelastung deutlich höher. Gleichzeitig seien die spezifischen Kosten pro angeschlossenem Einwohner wesentlich geringer. Die Investitionen belaufen sich gemäss aktueller Planung auf rund 5,58 Millionen Franken exklusive Mehrwertsteuer mit einer Kostengenauigkeit von plusminus zehn Prozent.

Mit der Ableitung des Abwassers nach Sissach könne zudem die Wasserqualität der Weiher im Naturschutzgebiet Tal oberhalb von Rothenfluh verbessert werden, heisst es weiter. Heute mündet der Ablauf der beiden ARA nach wenigen Metern in die Weiher.

Weitere Anlagen vor Aufhebung

Die ARA Anwil war 1973 in Betrieb gegangen. Sie reinigt das Abwasser von rund 560 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die ARA Oltingen nahm den Betrieb ein Jahr später auf. An ihr sind rund 420 Personen angeschlossen. Mehrfach kommt es gemäss Landratsvorlage zur Überschreitungen von Grenzwerten.

Ausgebaut werden soll im Weiteren die ARA Ergolz 1 in Sissach. Derzeit werde ein Projekt erarbeitet. Damit sollen gemäss Amt für Industrielle Betriebe (AIB) mehr Kapazitäten geschaffen werden.

Derzeit betreibt das AIB neben sechs regionalen ARA auch 22 lokale Kläranlagen. Für fünf davon hat der Landrat bereits die Aufhebung genehmigt. Gemäss Vorlage ist davon auszugehen, dass weitere lokale Kläranlagen aufgehoben werden müssen.