Herr Hintermann, es fällt auf, dass weit weniger Kantonsspital-Ärzte im Komitee sind als Vertreter des Unispitals. Glauben Sie, beim KSBL für die Mehrheit zu sprechen?

Beat Hintermann: Ja, die Mehrheit der Ärzteschaft des Kantonsspitals Baselland (KSBL) steht meiner Meinung nach hinter den Plänen der gemeinsamen Spitalgruppe mit dem Basler Unispital. Ich würde sogar sagen, die meisten sind enthusiastisch.

Aber es gibt doch auch grosse Skeptiker, die befürchten, dass das KSBL vom Unispital dominiert würde.

Tatsächlich bestehen gewisse Ressentiments. Einige Ärzte am KSBL befürchten, dass das Unispital innerhalb der Gruppe bevorzugt wird. Sie haben Angst, dass sie ihr Revier, das sie aufgebaut haben, verlieren könnten. Dazu kommt die Sorge, nicht gleich viel zu verdienen.

Sind diese Ängste ihrer Ansicht nach berechtigt?

Anfangs spürte man bei den Unispital-Ärzten Überheblichkeit. Sie waren überzeugt, dass das USB bei der Fusion den Kopf bildet. Diese Haltung verunsicherte bei uns viele. Doch mittlerweile stelle ich eine deutliche Entspannung fest. Auch beim Unispital hat man gemerkt, dass wir letztlich im selben Boot sitzen.

Wie wollen Sie intern die Skeptiker überzeugen?

Ich werde weiter das Gespräch zu ihnen suchen und mich bis zuletzt für die Spitalgruppe einsetzen. Ein Problem ist allerdings, dass alles noch immer sehr abstrakt ist. Auch das verunsichert die Angestellten. Die Kommunikation etwa, was auf dem Bruderholz geplant ist: Immer wieder wird die ambulante Tagesklinik mit dem Orthopädie-Zentrum vermischt. Die Leute glauben deshalb, es gibt gar keine stationären Betten mehr. Das schadet im Wettbewerb mit den Privatspitälern.