Das revidierte Energiegesetz hat das Ziel, den Energieverbrauch zu senken und die erneuerbaren Energien zu fördern. Ausserdem wird der Bau von neuen Kernkraftwerken verboten. In beiden Basel empfiehlt ein breites Komitee aus Politikern und Vertretern von Umweltorganisationen ein Ja.

«Die Schweiz versorgt sich heute mit zwei Dritteln aus fossiler Energie. Das ist nicht nachhaltig», erklärte die Baselbieter Grünen-Nationalrätin Maya Graf am Freitag in Liestal vor den Medien. 75 Prozent stammten aus dem Ausland. Dabei gebe es mit Biomasse, Holz, Wind, Sonne und Wärme aus dem Untergrund genug Möglichkeiten, regional Energie zu produzieren.

Er sei überzeugt davon, dass die Vorlage für mehr Beständigkeit bei der Energieversorgung sorge, meinte der Basler LDP-Nationalrat Christoph Eymann. «Heute sind wir von den Anbietern von Energieträgern fremdbestimmt. Einige davon stammen aus Ländern mit geringerer politischer Stabilität, als wir uns das wünschen.»

Das Energiegesetz stärke auch den Wirtschaftsraum Basel mit seinen innovativen KMU, ergänzte der Baselbieter CVP-Landrat Franz Meyer. Die Gemeinden könnten dadurch zukunftsorientierte Energieprojekte anstossen und finanziell fördern.

Bekämpft wird das Energiegesetz vor allem von der SVP. Beat Jans kommentierte deren Kampagne: «Spätestens als ich das Bananen-Inserat gesehen habe, wusste ich: Die halten das Volk für Affen», sagte der Basler SP-Nationalrat. (hof)