Einem Antrag einer Grünen-Landrätin auf entsprechende Abänderung des Landratsbeschlusses stimmte das Parlament mit 54 zu 26 zu. Der Landratsbeschluss wurde danach mit 71 zu 10 Stimmen verabschiedet. Zuvor wurde in der Parlamentsdebatte moniert, dass die Bemühungen zur Verminderung des Fluglärms "seit Jahren" ungenügend seien. Die Belastung der Bevölkerung nehme stetig zu.

2016 hatte gemäss Bericht der Fluglärmkommission eine Zunahme der Flugbewegungen auf dem Flughafen Basel-Mülhausen zu mehr Fluglärm am späten Abend geführt. Stärker belastet als im Vorjahr waren in den Nachtstunden erneut insbesondere die Gebiete südlich des Flughafens.

Im Weiteren gab es einen Anstieg der Spitzenlärmwerte. In Allschwil war 2016 erstmals der Immissionsgrenzwert von 50 Dezibel zwischen 23 und 24 Uhr überschritten worden. Insgesamt waren 2016 am EuroAirport 95'545 Starts und Landungen registriert worden.

Im vergangenen April hatte der Flughafen Basel-Mülhausen ein nächtliches Fluglärmproblem eingeräumt. Bis Ende 2019 will er in der umstrittensten Nachtstunde zwischen 23 und 24 Uhr die Zahl der Starts halbieren und jene aller Flugbewegungen "stabilisieren". Er hat dazu einen "Aktionsplan" vorgelegt.

Dabei sollen Flüge auf frühere Stunden vorverlegt werden. Mit den Airlines strebt der Flughafen zudem mehr Pünktlichkeit und grössere Zeitpolster an. Auch die Pistenbenutzung werden gemäss dem Plan überprüft. Zudem setze der Flughafen auf finanzielle Anreize etwa für leisere Maschinen.