«Umstellung von Internet und Telefon zu Quickline», so lautet der Titel einer Veranstaltung der Inter-GGA. Gerichtet ist die Einladung des CEO «an die von der Umstellung betroffenen Gemeinden und Genossenschaften». Danach folgt in der Einladung eine Liste aller Aktionärsgemeinden - mit zwei Ausnahmen. Binningen und Dornach fehlen, denn die beiden Gemeinden haben entschieden, beim alten Provider Improware zu bleiben. Dornach kündete an, dass man trotzdem an der «Aktionärs-Infoveranstaltung» teilnehmen werde (die bz berichtete). Dies wiederum veranlasste Inter-GGA-Verwaltungsratspräsident Karl Schenk zu einer Gegendarstellung in der gestrigen bz.

Der Anlass sei keine «Aktionärsinfo», schreibt er dort. Eingeladen habe man nur diejenigen Gemeinden, die vom Wechsel zur Quickline betroffen seien. Dazu gehörten Binningen und Dornach nicht, deshalb hätten die beiden Gemeinden keine Einladung erhalten. Gleichzeitig macht Schenk einen Schritt auf die beiden Gemeinden zu, indem er schreibt: «Selbstverständlich haben die beiden Gemeinden auch ohne Einladung die Möglichkeit, sich an der Veranstaltung über den Ablauf der Umstellungen in den anderen Gemeinden zu informieren.»

Diese Aussage Schenks treibt den Binninger Gemeinderat Urs-Peter Moos (BDP) auf die Barrikaden. «Schenk lügt», sagt er. Denn die Gemeinde Binningen habe die Inter-GGA zwei Mal gebeten, als Aktionär eingeladen zu werden. Zwei Mal habe sich die Inter-GGA geweigert, die Unterlagen zu schicken. Der Mailverkehr zwischen Binningen und der Inter-GGA liegt der bz vor.

Bei der zweiten Anfrage machte Binningen geltend, der Wechsel gehe sehr wohl auch Binningen an, weil noch etliche Nutzer eine @intergga.ch-Email-Adresse hätten. Eine Replik seitens der Inter-GGA kam nicht. «Sogar um die Lokalität und den Zeitpunkt des Anlasses wurde ein Geheimnis gemacht», beklagt sich Moos.

Selber eingebrocktes Problem

Demgegenüber wiederholt Schenk, was er schon gestern in der bz schrieb. Binningen habe gesagt, dass man den Wechsel zu Quickline nicht mitmache. «Dementsprechend haben wir die Gemeinde nicht eingeladen. Aber wenn Herr Moos an Anlass erscheint, darf er gerne reinsitzen und zuhören.»

Schenk hat ein gewisses Verständnis, dass Moos wissen wolle, was mit den Mailadressen passiert. Doch das habe nichts mit dem zu tun, was am Info-Anlass mit den anderen Gemeinden besprochen werden müsse. Und Binningen habe sich selber ein Problem eingebrockt, indem die Gemeinde einen Vertrag nicht termingerecht gekündet habe. In den daraus entstandenen Rechtsstreit sei die Inter-GGA nicht involviert.

Schenk geht davon aus, dass Dornach und Binningen auf eigene Faust herausgefunden hätten, wo und wann der Anlass stattfinde. Damit hat er recht: Beide Gemeinden kündeten an zu erscheinen.