Die Einführung des Bonus-Malus-Systems für die S-Bahnlinien sei zeitgleich mit dem Geltungsbeginn des neuen Generellen Leistungsauftrags geplant, teilte die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion am Montag mit. Derzeit würden mit den SBB die Rahmenbedingungen für ein solches System ausgehandelt.

Ziel sei die Verbesserung der Zuverlässigkeit. Angestrebt wird ein solches Bonus-Malus-System in Baselland schon länger. Konkrete Verbesserungsziele vereinbart werden sollen künftig aber auch mit anderen ÖV-Transportunternehmen; die bisherigen Qualitätsmessungen durch Kundenbefragungen sollen dabei weitergeführt werden.

Kein grosser Ausbau

Insgesamt solle mit dem 7. Generellen Leistungsauftrag das ÖV- Angebot im Kanton konsolidiert werden, wird Bau- und Umweltschutzdirektorin Sabine Pegoraro in der Mitteilung zitiert. Ein grosser Ausbau sei bei der derzeitigen Finanzlage nicht möglich. Vorgesehen seien Sparmassnahmen und auch Verbesserungen.

Eine Verbesserung bringe die Beschaffung der zweiten Tranche der Tango-Trams durch die BLT. Doch sollen auch Buslinien im unteren Kantonsteil, die mit dem geltenden Leistungsauftrag erfolgreich eingeführt wurden, ausgebaut werden. Verbesserungen werden ebenso für Buslinien im oberen Baselbiet vorgeschlagen.

So sollen die Buslinie 48 vom Bachgrabengebiet in Allschwil zum Bahnhof Basel SBB und die Linie 47 von Muttenz zum Bruderholzspital künftig nicht mehr nur zu Spitzenzeiten fahren. Die Buslinie 105 soll von Sissach nach Gelterkinden verlängert werden, und von Liestal über Seewen und Nunningen nach Laufen soll eine neue Linie eingerichtet werden.

Andererseits sollen Buslinien, die derzeit vom Kanton bestellt werden, aber nicht grundsätzlich regionale Bedeutung haben, den jeweiligen Gemeinden übergeben werden. Dies betrifft gemäss Pegoraro namentlich die Buslinie 58, die primär eine innerörtliche Verbindung in der Gemeinde Münchenstein sei.

Acht Millionen mehr

Aufgewendet werden sollen mit dem neuen Generellen Leistungsauftrag 8 Millionen Franken mehr als bisher. Der Entwurf geht nun in die Vernehmlassung bei Gemeinden, Nachbarkantonen und Verbänden bis zum 19. November. Danach wird die Landratsvorlage ausgearbeitet.