Der 72-jährige Schauspieler Brian Cox sorgte mit seinem Besuch sogar bei den Veranstaltern der Reinacher Filmtage für eine Überraschung. Lange sei es unklar gewesen, ob der Besuch wirklich klappe. Erst eine Woche vor den Filmtagen konnte der Flug für Cox definitiv gebucht werden. Cox flog extra aus London ein, seine Frau Nicole Ansari, die ebenfalls Schauspielerin ist, sogar aus New York.

Der Besuch der beiden ist eine Premiere für die Reinacher Filmtage: Bisher seien internationale Grössen nur via Videobotschaften der Stars dabei gewesen. Das liegt unter anderem an den begrenzten Kapazitäten der Filmtage. Nur 600 Zuschauer können jeweils dabei sein und für Gagenzahlungen fehlen die finanziellen Mittel.

Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse wurde seitens Veranstalter auf eine Ankündigung von Brian Cox verzichtet. «Das ist auch das Spannende bei uns; es gibt immer wieder Überraschungen», kommentiert Alexander Strohm, Präsident der Reinacher Filmtage, auf Anfrage der bz.

Keine Sonderwünsche – dafür ins Sole Uno

Die Zusammenarbeit mit Brian Cox und seinem Management sei durchgehend angenehm gewesen, erklärt Strohm weiter. «Wir haben auf eine Liste mit Sonderauflagen betreffend Sicherheit oder Sonderwünschen gewartet – da kam aber nichts.»

So habe er einige Ausflüge für Cox und Ansari vorgeschlagen. Am Samstag habe er selbst die beiden ins Sole Uno gefahren und am Abend seien die beiden spontan an der Openair- Filmvorführung des «Cinema Paradiso» in Arlesheim gewesen.

Keine Vergrösserung geplant

Es sei natürlich schön, dass ein international bekannter Schauspieler bei ihnen zu Gast gewesen ist, erzählt Strohm weiter. Eine Vergrösserung der Reinacher Filmtage sei aber aus Kapazitätsgründen nicht geplant. Der Besuch von Cox und Ansari zeige aber, dass es sich lohne, auch international Anfragen zu stellen. Die Reinacher Filmtage enden mit den letzten Filmvorführungen diesen Freitag und Samstag.