In «gegenseitigem Einvernehmen» trennte sich per Ende Juli die Gemeinde Binningen von Pirkko Zimmermann. Die Abteilungsleiterin Hochbau und Ortsplanung war bereits seit Ende März krankheitshalber abwesend.

Laut einer Mitteilung, die die Gemeinde gestern Abend auf ihrer Website publizierte, seien unterschiedliche Auffassungen «bezüglich Führungsverständnis und Strategie» ausschlaggebend für den Abgang gewesen.

Differenzen beim Führungsstil

Nach dem Wechsel des früheren Gemeindeverwalters Olivier Kungler zum Kanton ist mit Zimmermann nun die letzte Führungsperson gegangen, die bei der Aufarbeitung der massiven Kostenüberschreitungen bei der Sanierung des Schloss Binningen 2011 in der Kritik stand.

An vorderster Front gegen Kungler und Zimmermann mobil gemacht hatte der damalige Einwohnerrat und jetziger Gemeinderat Urs-Peter Moos. Er forderte damals sogar Zimmermanns Kopf. Sie sei nicht mehr tragbar, hiess es.

Moos klang auf Anfrage erleichtert, wollte sich aber nicht zur Personalie äussern und verwies auf Gemeindepräsident Mike Keller. Auch dieser gibt sich zugeknöpft und verweist seinerseits auf den neuen Gemeindeverwalter Nicolas Hug, der Anfang Jahr Kunglers Nachfolge antrat.

Hug und Keller betonen, dass Zimmermanns Abgang nichts mit dem Schlossstreit zu tun habe, sondern mit Hugs und Zimmermanns unterschiedlichem Führungsstil. Bis die Gemeinde einen Ersatz für Zimmermann gefunden hat, wird Martin Ruf, Abteilungsleiter Tiefbau und Umwelt, interimistisch die Abteilungsleitung Hochbau und Ortsplanung übernehmen.