Gesammelt wurden die Unterschriften innerhalb von 30 Tagen, wie die Initianten am Montag mitteilten. Nötig wären für das Zustandekommen 1500 Unterschriften gewesen. Das "rasend schnell" erreichte Ergebnis zeige, dass sich die Bevölkerung eine vernünftige und zahlbare Spitalregion wünsche.

Lanciert wurde das Volksbegehren von Exponenten fast des ganzen politischen Spektrums von links bis rechts, aber auch von früheren leitenden Ärzten des Bruderholzspitals. Konkret verlangt die formulierte Gesetzesinitiative "Ja zum Bruderholzspital" eine Änderung des Spitalgesetzes.

Es soll festgeschrieben werden, dass das aus der Verwaltung ausgegliederte Kantonsspital Baselland (KSBL) in Laufen die Grundversorgung und an den Standorten Bruderholz und Liestal die erweiterte Grundversorgung sowohl im stationären und ambulanten Bereich sichert.

Der Erhalt der bisherigen Grundversorgung im unteren Kantonsteil ist gemäss Initianten ein wichtiger Beitrag für eine gut funktionierenden Spitalregion. Sie zeigen sich überzeugt, dass dies kostengünstig möglich sei.

Die Zukunft des Bruderholzspitals ist seit Jahren Gegenstand politischer Diskussionen. Ende Juni kündigten die Regierungen beider Basel die Prüfung einer gemeinsamen Spitalgruppe an.

Bestehen soll diese aus dem Universitätsspital Basel und dem KSBL. Dabei soll das sanierungsbedürftige Bruderholzspital abgerissen und an seiner Stelle am gleichen Ort eine Tagesklinik gebaut werden.