Nur wenn alle grossen und wichtigen Parteien in die Regierungsverantwortung eingebunden sind, ist eine ausgeglichene Politik möglich. Dies ist das Credo des Komitees «Bürgerliche und Parteilose für die Konkordanz». Deshalb machen sich über 50 Politiker und Politikerinnen von CVP, EVP, GLP, BDP, FDP sowie Parteilose aus Gemeinden und Kanton für Kathrin Schweizer stark. 

An der Medienkonferenz vom Mittwoch im Regierungsgebäude in Liestal vertreten das Komitee die parteilosen Gemeindepräsidenten Paul Spänhauer (Maisprach) und Erwin Müller (Bubendorf), Gemeinderat Beat Zahno (Therwil/CVP), die Landrätinnen Marie-Therese Müller (BDP) und Priska Jaberg (EVP) sowie die Oberwilerin Tanja Haller, Präsidentin der GLP-Frauen Schweiz. In der Mitte des langen Tisches sitzt Kathrin Schweizer, die sich sichtlich erfreut zeigt über den Support aus den Reihen von Bürgerlichen, Parteilosen und aus der Mitte.

Gleich zu Beginn macht Spänhauer klar: «Im Gegensatz zum bürgerlichen Komitee werden wir hier die Vorzüge von Kathrin Schweizer aufzeigen. Was wir nicht tun: Dem SVP-Kandidaten Thomas de Courten die Fähigkeiten absprechen.» Müller erwähnt, dass der Kanton Baselland schon lange bürgerlich dominiert sei.

Mit den Fähigkeiten jedes einzelnen Regierungsmitglieds funktioniere das Ganze optimal. Schweizer sei dazu fähig. «Sie ist die richtige Person, sie hat die entsprechenden Erfahrungen, die nötige Weitsicht und die nötige Kraft für dieses verantwortungsvolle Amt als Regierungsrätin.»

Balance muss bestehen

Für Zahno muss innerhalb eines wirkungsvollen Exekutivteams eine Balance von Meinungen und Haltungen bestehen. «Auch Freddy Nock kommt als Seiltänzer nur voran, wenn die Stange ausbalanciert ist. Auch er muss stoppen, wenn die Stange zu stark auf eine Seite neigt.»

Die Landrätinnen Marie-Therese Müller und Priska Jaberg erzählen, wie sie Kathrin Schweizer im Kantonsparlament erleben. «Sie ist sehr kommunikativ, und die Zusammenarbeit mit ihr ist zielführend und auf Lösungen ausgerichtet», sagt Müller. Jaberg erklärt: «Sie ist dossiersicher und sozial sehr kompetent wirksam.»

Laut Tanja Haller hat man in den vergangenen vier Jahren auch von bürgerlicher Seite oft gehört: «Ja, die SP gehört eigentlich schon in die Regierung.» Für sie sei das selbstverständlich, dass diesen Worten nun Taten folgen müssten. Ein Oppositionssystem sei «unschweizerisch».

Neben dem Komitee «Kathrin Schweizer in die Regierung» aus links-grünen Kreisen kann die Muttenzerin also auch auf Unterstützung von Bürgerlichen und Parteilosen zählen. Sie sei auf diese Leute zugegangen, so Schweizer, die für beide Komitees die Fäden in der Hand hält. «Im Wissen um diese breite Unterstützung macht der Wahlkampf noch mehr Spass.» Sie seien keine Antwort auf das rein bürgerliche Komitee, hiess es am Mittwoch. Dieses sprach vergangene Woche Kathrin Schweizer die Fähigkeiten für ein Regierungsamt ab.