Der Termin war schon gefunden, wenn auch nie offiziell kommuniziert: Am 18. Juni wollten der Bund, die vier Regierungen von Baselland, Basel-Stadt, Solothurn und Aargau sowie die betroffenen Standortgemeinden die Öffentlichkeit informieren, wo in der Nordwestschweiz drei Bundesasylzentren mit total 840 Plätzen zu stehen kommen sollen.

Wie die «Basler Zeitung» schreibt, hat der Bund diesen Termin nun abgesagt. Gegenüber der bz erklärt Martin Reichlin, Sprecher des Staatssekretariats für Migration (SEM): «Die definitiven Standort-Entscheide sind noch nicht gefallen.» Solange könne man nicht an die Öffentlichkeit treten. Reichlin rechnet aber damit, dass es «in den nächsten Wochen» so weit ist.

Vor dem 29. Juni wird kaum etwas daraus. Denn dann will der Kanton Solothurn die Bewohner von Deitingen und Flumenthal über ihr kantonales Asylheim-Neubauprojekt auf dem Gelände Schachen informieren. Wie der Kanton Mitte Mai mitteilte, laufen Gespräche, ob der Bund das neue Zentrum übernimmt. In Baselland bleibt das alte Zeughaus-Areal an der Liestaler Oristalstrasse 100 der Favorit für ein Bundesempfangszentrum mit rund 350 Asylsuchenden. Ungeklärt ist aber nach wie vor die Frage, wohin Militär- und Bevölkerungsschutz sowie die Polizei umziehen können. (mn)