Drei Monate nach dem Flugzeugunglück an den Dittinger Flugtagen hat die Bundesanwaltschaft in Bern eine Strafuntersuchung eröffnet. Die Bundesbehörden ermitteln wegen fahrlässiger Tötung und Störung des öffentlichen Verkehrs, wie Bundesanwaltschaftssprecherin Linda von Burg gegenüber der bz bestätigt. Gegen wen sich die Strafuntersuchung richtet, will die Bundesanwaltschaft allerdings nicht öffentlich machen.

Beim Zusammenstoss von zwei C-42-Leichtflugzeugen der südbadischen Fluggruppe Grasshoppers am 23. August stürzte ein Pilot tödlich in den Dorfkern von Dittingen ab, während sich der andere dank des eingebauten Bordrettungssystems retten konnte.

Am Flugmeeting von Dittingen kam es zu einem schweren Unglück

Am Flugmeeting von Dittingen kam es zu einem schweren Unglück

Da der tödlich verunglückte Pilot bereits bei der Kollision in der Luft ums Leben gekommen sein könnte, hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen von der Baselbieter Staatsanwaltschaft übernommen. Laut von Burg ergibt sich die Zuständigkeit des Bundes aufgrund des Luftfahrgesetzes, wonach allfällige an Bord eines Luftfahrzeuges begangene strafbare Handlungen der Bundesgerichtsbarkeit unterstehen. Die Ermittlungen dauern noch an.

Ob es tatsächlich zu einer Anklage kommt, wird in erster Linie von den Erkenntnissen der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) abhängen, die mit den Ermittlungen in technischer Hinsicht befasst ist. Laut Auskunft von Präsidentin Regina Weibel ist das Organisationskomitee der Dittinger Flugtage noch nicht über die Strafuntersuchung unterrichtet worden. (bos)