«Der Chienbäse ist nicht gefährlich, aber auch nicht ganz ungefährlich», sagt Chienbäse-Chef Ueli Steiner. Die grösste Gefahr gehe von Zuschauern aus, die sich um Sicherheitsmassnahmen foutierten. Und von Chienbäse-Trägern, die Regeln missachteten: rennen, tanzen oder überdimensionierte Besen.

Die Chienbäse werden bei der Schiessanlage Sichtern ob Liestal an vier verschiedenen Tagen gebaut – unter kundiger Anleitung. Gestern erfolgte der Auftakt. Für die maximal 300 Chienbäse stehen gut 40 Ster Holz bereit, das die Bürgergemeinde Liestal gratis zur Verfügung stellt. Am Umzug vom Fasnachtssonntag dürften es jedoch gegen 350 Chienbäse sein, weil sich auch Leute daruntermischen, die zu Hause einen gefertigt haben. Eine Namensliste gibt es nicht, «weil wir viele nicht kennen», erklärt Steiner.

Die insgesamt 16 Feuerwagen machen am Abend des 5. März das Spektakel durch Liestals Altstadt komplett. Die drei grössten Wagen werden je gegen fünf Kubikmeter Holz geladen haben, auch laubiges, weil dieses länger brennt als das harzhaltige Nadelholz. Insgesamt 100 Ster Holz werden am Chienbäse verbrannt.

Laut Roger Salathe, dem Kommandanten der Feuerwehr Liestal und Verantwortlichen für die Sicherheit am Chienbäse, werden alle Feuerwagen zweimal kontrolliert: das erste Mal am kommenden Samstag, dann eine Woche später, wenn sie beladen sind. Am Umzugstag gibts noch Stichproben. «Bei den Feuerwagen sind wir auf der sicheren Seite», betont Salathe, schränkt aber ein, dass immer etwas passieren könne. Zum Schluss werden die Holzlasten kontrolliert niedergebrannt und abgekühlt.

Prominente Gäste

Während des Umzugs stehen auf der ganzen Strecke zwischen Burg und Gestadeckplatz 150 Feuerwehrleute im Einsatz mit vier Tanklöschfahrzeugen und 2500 Meter Schlauch. 30 Sanitäter sind vor Ort, 40 Polizisten und Verkehrskadetten sorgen für einen reibungslosen Verkehr. Zum diesjährigen Feuerspektakel reisen zwei prominente Gäste in den Baselbieter Kantonshauptort: Bundesrat Guy Parmelin (SVP) und SBB-Boss Andreas Meyer.