Die neuen Busse sollen den Fahrgästen einen hohen Reise- und Fahrkomfort bieten. Sie wurden nach den Ergebnissen von Kundenbefragungen gestaltet und ausgerüstet. Vor allem wurde Wert auf das Erscheinungsbild gelegt. Auch halten sie die strenge Euro-VI-Abgasnorm ein.

Drei Busse werden bereits ab Mai 2015 eingesetzt. Ab Dezember 2015, also ab Fahrplanwechsel, werden dann alle 46 Busse auf den Strassen unterwegs sein.

Diese Anschaffung ist Teil der neuen Busstrategie der BVB. Denn bis ins Jahr 2020 möchte sie einen niedrigeren Flottenverbrauch und einen tieferen Schadstoffausstoss erreichen. Zudem kommen Lärm- und CO2-Reduktion dazu.

In Etappen wird sich die BVB ihrem Ziel nähren. Bereits im Sommer 2014 schreibt sie die Präqualifikation für Kleinbusse mit Elektrobetrieb aus, die dann im Jahr 2017 eingesetzt werden sollen. Dann wird auch der Entscheid über die Antriebstechnologie für den «Bus der Zukunft» fallen. Denn dieses Konzept behandelt die übernächste Busgeneration.

Da in der Nordwestschweiz noch zu wenig Gas für einen reinen Biogas-Betrieb aus regionalen Quellen produziert wird, wird die BVB noch keine neue Biogas-Busse kaufen.

Anhaltende Kritik

Die seit der Ausschreibung anhaltende, harsche Kritik an der Beschaffung reisst derweil nicht ab. Sie geht zurück auf die Abstimmung über die Trolleybus-Initiative vom 17. Juni 2007, welche in Basel-Stadt die Einstellung des Trolleybusbetriebs verhindern wollte. Das Volk lehnte die Initiative ab, stimmte aber einem Gegenvorschlag zu.

Im Gegenvorschlag stellten Regierung und Parlament mittelfristig eine einheitliche Gasbusflotte in Aussicht. Mit der Rückkehr der BVB zu Dieselbussen sehen die Kritiker nun dieses Versprechen gebrochen. Im Grossen Rat wurde dazu eine Interpellation eingereicht, und das Komitee Pro Trolleybus forderte in einer Mitteilung vom Mittwoch die Wiedereinführung von Trolleybussen auf den Hauptlinien.

Der Grosse Rat hatte zudem schon letzten September eine SP-Motion an die Regierung überwiesen, die künftig einen Busbetrieb im Kanton vollständig mit erneuerbaren Energieträgern verlangt. Der Vorstoss war eine Reaktion auf die Ankündigung der BVB zur Dieselbus-Beschaffung. Regierung und Bürgerliche hatten sich vergeblich gegen die verbindliche Form der Motion gewehrt. (sil/sda)