Das heisst aber nicht, dass man die Veränderungen nicht zu lenken sucht und sie nicht auch Bauchweh verursachen können. So erinnerte sich der frisch gekürte Gemeindepräsident Stephan Burgunder an seine Grosseltern, die wegen Schindler hierher gekommen seien und auch hier gewohnt hätten. «Diese Kombination von Wohnen und Arbeiten müssen wir wieder hin kriegen», sagte er mit Blick auf die rege Wohnbautätigkeit. «Wir müssen das soziale Gefälle verhindern, das wir früher mit der Längi hatten», fügte Schneider hinzu. Gemeinderat Emanuel Trueb sprach von einem «Riesenpotenzial» des derzeit eher vernachlässigten Dorfkerns, und er wünschte sich ein umfassenderes Kulturangebot.

Als Devise der Politik für den Wandel nannte Trueb «Anreize setzen», Schneider wollte «mehr von den Menschen ausgehen». Mit den vielen Unterstützungsprojekten habe Pratteln das bereits erkannt. Gemeinderat Urs Hess betonte, die traditionell starke Offenheit in Pratteln müsse weiter bestehen: «Wer hier mitmachen will, der kann das, egal, woher er kommt.» Für den Ex-Einwohnerrat Markus Dalcher war vor allem eines wichtig: Bei Entwicklungen mit den Betroffenen reden – worauf Trueb entgegnete: «Noch wichtiger ist es, zuerst zu wissen, wohin man will.»(MEC)