Vor der Fasnacht kündeten die Regierungen von Basel-Stadt und Baselland eine Auslegeordnung zur gemeinsamen Gesundheitsversorgung an. Jetzt fordert der Basler Gesundheitsdirektor Carlo Conti (CVP) von den Baselbietern, dieses Versprechen auch einzulösen.

Im Interview mit der «Schweiz am Sonntag» verlangt er von Baselbieter Politikern, ihre Vorstellungen zu überdenken. «Für Oberbaselbieter ist es überhaupt kein Problem, für spezielle Dienstleistungen nach Basel zu kommen», sagt Conti. In den Köpfen der politisch Verantwortlichen sei diese Erkenntnis leider noch nicht in dieser Nüchternheit vorhanden, bedauert der Basler.

Conti, der Ende Juli aus der Regierung zurücktritt, schliesst im Gespräch zudem nicht aus, dass er bei den nationalen Wahlen 2015 für den Ständerat kandidiert. «Ich werde nicht Däumchen drehen», sagt er. Seine Tätigkeit als Dozent an der Juristischen Fakultät der Universität Basel etwa werde er verdoppeln.

Derzeit hält er an zwei Halbtagen pro Semester ein Seminar über aktuelle Entwicklungen des Gesundheitsrechts. Im kommenden Herbstsemester werden es zwei ganze Tage sein.

Weiterhin ausüben wird Conti auch das Mandat als Vizepräsident von Swissemedic, dem Aufsichtsorgan des Heilmittelwesens. Auch ein mögliches Interesse am Präsidium des Basler Universitätsspitals dementiert Conti nicht.