Die Medienmitteilung der Gemeinde Lausen von heute Donnerstag hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Gegenüber der bz äussern sich mehrere Fraktionspräsidenten kritischer denn je über Landratspräsidentin Daniela Gaugler. «Wenn es stimmt, dass das Ehepaar Gaugler unbewilligte Umbauten durchgeführt hat und die Gemeinde von gewissen Nutzungsänderungen von Räumen nichts wusste und diese auch nicht bewilligt hat, dann ist der Fall klar», sagt etwa FDP-Fraktionspräsident Rolf Richterich. Die Deutlichkeit der Gemeindemitteilung habe ihn durchaus überrascht. Er fordere aber noch keinen Rücktritt, so lange er nicht mit Gaugler selbst sprechen konnte. Dafür sei die Ratskonferenz kommende Woche da.

Marc Bürgi, Fraktionspräsident der BDP/GLP, wird da deutlicher: «Wenn Daniela Gaugler am Treffen uns nicht die komplette Verfügung vorlegt, legen wir ihr den Rücktritt nahe.» Denn die Verfügung sei das einzig offizielle Dokument, das endgültig Klärung in die Sache bringen könne. Diese Forderung unterschreibt Kathrin Schweizer. Die Fraktionspräsidentin der SP sieht die «Glaubwürdigkeit von Daniela Gaugler massiv beschädigt» und bezeichnet die Gemeindemitteilung als «sehr belastend». Beschwichtigende Worte genügen Schweizer an der Ratskonferenz nicht.

Die Gemeinde Lausen sah sich heute zu einer Richtigstellung gezwungen, nachdem Daniela Gaugler in verschiedenen Medien gesagt hat, dass die Gemeinde «immer alles gewusst» hätte. Gemeindepräsident Peter Aerni zeigt sich auf Anfrage desillusioniert: «Zuerst freuten wir uns natürlich, dass die Landratspräsidentin aus unserem Dorf kommt. Doch unser Verhältnis zu Daniela Gaugler hat sich seither stark abgekühlt.»