Nach einem 140-Millionen-Verlust im Vorjahr hat die Elektra Birseck Münchenstein (EBM) 2013 schwarze Zahlen geschrieben: Der Jahresgewinn von 4,7 Millionen Franken bei einem Umsatz von 398 Millionen wird mit Sparsamkeit und Fokussierung sowie einem besseren Alpiq-Abschluss erklärt.

Fallende Grosshandels-Strompreise und der für Grosskunden geöffnete Strommarkt haben den Betriebsgewinn der EBM auf 13,3 (Vorjahr: 20,5) Millionen Franken gedrückt, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dafür riss die 13,6-Prozent-Beteiligung am Stromkonzern Alpiq kein Loch mehr in die EBM-Kasse, da dessen Ergebnis nun ausgeglichen ausfiel.

Die Rückkehr in die Gewinnzone erklärt die EBM zum einen mit ihrem Strategiewechsel von 2012, sich auf Netz, Energie, Wärme, Erneuerbare und Energieeffizienz zu konzentrieren. Verkauft wurden die Telecom-Tochter und der Elektroinstallateur Schwarz + Partner. Zum anderen habe das 2013 beschlossene 20-Millionen-Sparprogramm gewirkt.

Belegschaft reduziert

«Einschneidend» sei dabei die Entlassung von 39 Angestellten im September gewesen, hiess es weiter - 30 davon hätten inzwischen eine neue Stelle. Die Neuausrichtung solle der EBM künftig mehr Kosteneffizienz bringen, lässt sich CEO Conrad Ammann zitieren. Ende Jahr zählte die EBM-Gruppe noch 557 rechnerische Vollzeitstellen.

Als negativer Sonderfaktor für das vergangene Jahr wird die Restrukturierung der Pensionskasse genannt: Diese habe mit einmaligen Kosten von 19,6 Millionen Franken zu Buche geschlagen.

Der Stromabsatz im Netzgebiet stieg um 0,9 Prozent. Inklusive Handel legte das Elektrizitätsgeschäft der EBM um einen Viertel zu auf 2,53 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Zwar seien sechs Grosskunden mit 16 Millionen kWh Absatz abgewandert, aber fünf neue dazugestossen mit 253 Mio. kWh. Zugelegt haben auch die Sparten Wärme und Erneuerbare Energie.

Bis 2050 will die EBM übrigens ihren Anteil an erneuerbarer Energie auf 80 Prozent steigern. Derzeit steht sie bei 29 Prozent - vom grossen Rest stammt einiges aus AKW.