Hauskehricht und Sperrgut lassen sich auf ein Minimum begrenzen. Das zeigt das neuste bz-Gemeinderating. Klar wird auch: Die Unterschiede zwischen den einzelnen Gemeinden sind gross. Besonders gut schneiden die gewerbearmen Gemeinden ab, die über viele Selbstversorger und ein umfassendes Recycling-System verfügen.

Generell gilt aber festzuhalten: Bei den Zahlen des Statistischen Amtes kann es zu starken Schwankungen kommen. Dies, weil nicht alle Gemeinden die gleichen Abfallfraktionen sammeln und sie unterschiedliche Sammelsysteme haben. 

Das bz-Rating schliesst deswegen ausschliesslich den Hauskehricht und das Sperrgut ein. Laut Monika Bolliger vom Statistischen Amt Baselland sind die Unterschiede im Sammelsystem hier besonders gering. Dennoch kann es auch beim Hauskehricht und beim Sperrgut zu statistischen Verzerrungen kommen. Dies vor allem aufgrund von Abfalldeponien in einzelnen Gemeinden. Die verwendeten Zahlen stammen aus dem Jahr 2016 und wurden der bz von den Statistischen Ämtern der einzelnen Kantone zugestellt.

Abfallzahlen bleiben rückläufig

Obwohl einige Gemeinden besonders grosse Abfallmengen verzeichnen, ist die Tendenz positiv: Die Abfallmenge ist seit Jahren rückläufig und hat sich in den letzten dreissig Jahren halbiert, wie ein Blick in die Baselbieter Statistik zeigt.

Hat jeder Baselbieter im Jahre 1989 noch 320 Kilogramm Hauskehricht und Sperrgut entsorgt, so sind es 2016 noch 154 Kilogramm. Dies aufgrund der zunehmenden Abfalltrennung: Bei der Menge an entsorgtem Papier und Glas kam es im oben genannten Zeitraum zu einer Verdoppelung, die Menge an gesammelten Textilien hat sich gar versechsfacht.