Die IG Vereine Allschwil gibt nicht auf. Sie setzt sich weiter dafür ein, dass ortsansässige Vereine Turnhallen und andere Räume der Gemeinde wieder kostenlos benutzen dürfen. Jetzt hat die IG eine Petition lanciert. Mit ihr will sie beim Gemeinderat darauf hinwirken, dass er die neue Gebührenordnung nochmals überdenkt. Die Mitgliedervereine haben Unterschriftenbögen erhalten. Die IG Vereine plant, im September beim Gemeinderat vorstellig zu werden.

Rolf Dennler, Präsident der IG Vereine Allschwil-Schönenbuch, sagt auf Anfrage der bz, die neuen Mieten seien stossend und für einige Mitglieder sogar existenzbedrohend: «Wir wissen schon von zwei Vereinen, die mit dem Gedanken spielen, aufzuhören. Das kann es doch nicht sein.»

Nur Junioren bezahlen nichts

Der Gemeinderat erliess die revidierte Gebührenordnung im Oktober 2016. Er begründete den Schritt damit, dass die bisherigen Beträge nicht marktüblich, nicht ortsüblich und auch nicht kostendeckend gewesen seien.

Nach Kritik verschob der Gemeinderat das Inkrafttreten zeitlich nach hinten und passte die Beträge an. So wurde für die einheimischen Vereine eine gestaffelte Einführung der neuen Tarife beschlossen. Für Allschwiler Nutzer gilt: 2018 müssen sie einen Drittel, 2019 zwei Drittel und 2020 den vollen Betrag gemäss der angepassten Gebührenverordnung bezahlen. Es gibt zudem drei Tarifgruppen: eine für lokale und eine für auswärtige Vereine sowie eine dritte für gewinnorientierte Veranstalter. Die Ortsansässigen bezahlen die tiefsten, kommerzielle Mieter die höchsten Beträge. Wie bisher trainieren und musizieren Kinder und Jugendliche kostenlos. Für sie gilt weiterhin die Tarifgruppe 0.

Die IG Vereine verlangt, dass alle lokalen Mieter der Gruppe 0 zugeteilt werden. Die IG zeigt auch ein Rechenbeispiel auf. So kostet die Benutzung einer Turnhalle während zweieinhalb Stunden pro Woche neu 1100 Franken pro Saison. 2018 sind davon 330 Franken fällig, kommendes Jahr 660 Franken, 2020 der ganze Betrag.