Sven Heier, der neue Geschäftsleiter des Roxy Birsfelden, und seine drei Mitstreiter sind bereit: am 31. Oktober findet die Eröffnung statt. Das neue Team stellt den Spielplan 2013/2014 vor und verspricht ein buntes, ausgeweitetes Programm. Nachdem Christoph Meury in seinen 18 Jahren als Leiter des Roxy in der freien Tanz-und Theaterszene Basel so manches bewegt hat, übergibt er die Leitung an Sven Heier.

Der Duisburger ist kein Unbekannter in Basel: als Produktionsleiter der Gruppe «Far a day cage» residiert er seit 2006 am Stadttheater Basel. Unterstützt wird er von einem dreiköpfigen Team: Yves Regenass, der jüngst im Rahmen des Theaterfestivals Treibstoff 2013 den Publikumspreis mit dem Theaterkollektiv yuri500 gewonnen hat, stellt den neuen Hausdramaturgen. An seiner Seite: Benny Hauser, technischer Leiter und Larissa Bizer, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein wird.

Neues Design und Programm

Das neue Roxy gibt sich bunt: dafür sorgen Design und Programm. Auf dem Spielplan ist vielerlei vertreten: verschiedene zeitgenössische Tanzprojekte, eine Soloperformance, Dokumentar-Theater, Stadtspaziergänge und Installationen. In Zukunft wird es schwierig werden, das Roxy als Zweispartenhaus zu bezeichnen. Der Akzent wird auf hybride Formen gesetzt. Was Heier auch wichtig scheint: die lokale Verortung. Das Theater wird nach aussen getragen, zum Beispiel mit dem Klangspaziergang «Nostalgija/Heimwehe/Birsfelden» von Natasa Rajkovic, Ivna Zic und Lea Letzel, der am 31. Oktober im Rahmen des Festivals Culturescapes die neue Ära einläutet. Auch Cathy Sharp, die künftig nicht mehr im Roxy produziert, wird im April 2014 ihre Abschiedsproduktion ausserhalb des Roxys auf die Bühne bringen.

Heier möchte des Weiteren auf die Produktionstätigkeit des Roxys aufmerksam machen und gründet hierfür das Label «Home made». Darunter werden die Schweizer Choreografinnen Anna Röthlisberger – mit der international besetzten Tanzproduktion «Almost_Always» – und Rebecca Weingartner in der kommenden Spielsaison ihre Produkte präsentieren. Nicht nur lokale, sondern auch nationale Grössen zieren das Programm: Das Trio Mike Müller, Tobi Müller und Rafael Sanchez, das auch schon mit dem «Elternabend» in Basel zu sehen war, gastieren diesen Dezember mit dem neuen Stück «Truppenbesuch» in Birsfelden. Ähnlich wie bei der vorherigen Produktion, ist auch diese aus journalistischer Recherchearbeit entstanden: die Grundlage für das Stück bieten zahlreiche mit Personen aus dem Militärbereich geführten Interviews.

Daneben stehen Nachwuchsförderung und der Wunsch, aus dem Roxy eine internationale und nationale Residenzspielstätte zu kreieren, auf Heiers Masterschlachtplan. Eine Zusammenarbeit mit dem Luzerner Südpol oder dem Berner Schlachthaus sind in Planung.

Es wird günstiger

Die Preise wurden übrigens angepasst. Ermässigung gibt’s nun für alle – die Eintrittskarte wird künftig noch 15 Schweizer Franken kosten. Das Theaterangebot kann aber auch für 150 Franken à discrétion genossen werden. Diejenigen, die einen schweren Geldbeutel oder grosses Gönnerherz besitzen, können mit einem
30-fränkigen Billett Mäzene spielen. Wir wünschen dem Team einen erfolgreichen Start und hoffen, dass Georg Schramms Kabarettsolo nicht die letzte, ausverkaufte Vorstellung sein wird.

Zur Eröffnung am 31. Oktober 2013 gibts ab 17 Uhr zwei Stücke und ein Konzert. Weitere Vorstellungen von «Nostalgija» am 1./2./3. November jeweils ab 17 Uhr, «Almost_Always» am 13./15./16. 21./22./23 November um 20 Uhr.