Mit diesem Zitat beweist der ehemalige Muttenzer Lehrer Alby Schefer, welcher bei den Schülern äusserst beliebt war, seine Kunst des originellen Formulierens. Im vorzeitigen (Un-)Ruhestand kann sich der jetzt 63-jährige Zeitgenosse seinen zahlreichen Hobbys widmen, soweit es seine angeschlagene Gesundheit zulässt.

In einem Minitheaterraum an der Fichtenhagstrasse 54 («fichzgy-four») bietet er den jeweils 22 Kulturfreaks auf engstem Raum beste Unterhaltung mit seinen Musikvorträgen, kurzweiligen Lesungen, einem Lieder-Potpourri sowie satirischen Einmann-Stücken. Er kann aber auch mit einem Programm im typischen Elsässerdialekt aufwarten.

Musiker, Autor und Komponist

Alby Schefer wirkte während 45 Jahren in einer Dixieland-Band und spielt heute noch mit Begeisterung Banjo, Ukulele und Gitarre. Im Eigenverlag «zur Oase» veröffentlicht er broschierte Bändchen mit Kurzgeschichten, die einen tieferen Sinn und viel Humoristisches enthalten. Hin und wieder lädt er auch Gastautoren zu Lesungen ein.

Sein künstlerisches Schaffen, vor allem beim Schreiben von Versen und Geschichten, beruht meistens auf Fakten, sowohl lustigen wie auch herzzerreissenden. «Wenn mich niemand in der Gemeinde auf der Strasse anspricht, so gehe ich spontan und humorvoll auf mein Gegenüber zu. Und nullkommanichts entsteht mein ganz eigenes ‹Schniirguschnörgus›, eine Art Slam-Poetry-Text, welche zum Schmunzeln anregt. Die Komposition von ‹Lumpeliedli› macht mir ebenfalls Spass.»

Mit dem Schorsch vom Haafebeggi 2, einem ehemaligen Bewohner von Muttenz und Ex-Spitzen-Schnitzelbänggler der Basler Fasnacht, bestritt Alby Schefer jeweils den musikalischen Part auf der Ukulele. Er, der einstige leidenschaftliche Pädagoge, erteilt auch Schreibunterricht.

Gemeint ist jedoch nicht das Abc, vielmehr begleitet er Laien beim Verfassen von Episoden aus dem Alltag. Medienschaffende könnten von ihm übrigens noch viel lernen. Denn trotz kurligen Redewendungen bleibt er meistens bei der Wahrheit, welche manchmal unangenehm sein kann, aber seine Theaterbesucher erfreut oder sie über das Gehörte nachdenken lässt.

In der Wintersaison 2010/11 wird sich Alby Schefer eine Auszeit nehmen. Aber weder Bleistift noch Computer ruhen in den nächsten Wochen. Denn der Minitheater-Intendant kann es nicht lassen und muss seine Gedanken stets sofort niederschreiben.

Er wird sich aber auch vermehrt seiner Ehefrau, der Tochter, den beiden Söhnen, dem Enkel-Trio sowie der von ihm heiss geliebten einjährigen Urenkelin widmen. Im neuen Programm, welches er gegenwärtig vorbereitet, ist auch der von Jung und Alt geschätzte Sing-sangsong-Obe mit alten Schlagern enthalten, zum Beispiel «In einer kleinen Konditorei» oder «Lilli Marlen».

Im nächsten Jahr bietet Alby Schefer eine eigene Homepage an, welche er gegenwärtig gestaltet.