Im 19. Jahrhundert stand an dieser Stelle die Rotfarbenfabrik und hinterliess ein mit Arsen verseuchtes Gelände. «Bis Mitte Jahr erwarte ich vom Baselbieter Amt für Umwelt und Energie und vom Bundesamt für Umwelt die Sanierungsanforderungen», erklärt Benone.

Dann könne man mit der Sanierung beginnen. «Das gibt ein riesiges Loch.» Allerdings wird dieses hinterher nicht mehr mit sauberem Erdreich aufgefüllt.

Vielmehr soll ein viergeschossiges Gebäude in den Hang hineingebaut werden, mit Fensterfront zum Rhein hin. Da er die Sanierung mit dem Aushub kombinieren kann, werde die Sanierung auch für die öffentliche Hand günstiger, denn diese muss einen Teil der Kosten übernehmen, da die Verschmutzerfirma nicht mehr existiert.

Ende Jahr sollen die ersten zwei Baufelder arsenfrei sein, sodass man beginnen könne, die Gebäude hochzuziehen. Im Idealfall wären die ersten Mitte 2018 bezugsbereit.

Auch für Freizeitnutzung

Das Dach des in den Hang integrierten Sockelbaus entspricht dem Niveau der Rheinstrasse. Es soll fünf je viergeschossige Gewerbehäuser tragen, die mit Passerellen verbunden sind.

«Wir streben einen Ausbaustandard an, der möglichst nahe an die Energieautarkie heranreicht», berichtet Benone.

Ins Sockelgebäude will er ein Kanusport- und Nautikzentrum integrieren. Damit wird das Projekt zonenkonform, denn die Spezialzone Rheinlehne ist für Erholung und ökologische Vernetzung vorgesehen.

Auch der bereits heute über die alte Industriebrache führende Wanderweg bleibt bestehen.

Insgesamt gehört das Land bis und mit dem weiter östlich gelegenen «Ysebähnli»-Areal Benone. In einem zweiten Ausbauschritt will er zwischen das nun baureife Gewerbegebiet und das «Ysebähnli» ein Freizeitzentrum setzen, dessen Herzstück ein Museum für Dampftechnik sein soll.

Dabei soll es um Architektenmodelle gehen, die damals massstabgetreu vor dem Bau der Dampfmaschinen hergestellt wurden.

Sicherheitsbedenken ausgeräumt

Eigentlich wäre der Rheinhang eine attraktive Wohnlage. Doch dies kommt wegen der Störfallbetriebe in Schweizerhalle nicht infrage.

Selbst die Aussicht, dass in ihrer Nähe einige hundert Arbeitsplätze entstehen sollen, hatte die Chemiefabrik Cabb zu einer Einsprache gegen das Projekt Rheinlehne bewogen (die bz berichtete). Befürchtung: Die Anwesenheit von mehr Menschen erfordere weitere Sicherheitsvorkehrungen bei Cabb.

«Wir mussten mit einer Studie nachweisen, dass Cabb durch unser Vorhaben keine zusätzlichen Sicherheitskosten entstehen», erzählt Benone. Damit war die Einsprache vom Tisch.

Wohnen soll man hingegen auf der gegenüberliegenden deutschen Seite des Rheins können: Dort treibt Benone das Projekt «Lagune» (die bz berichtete) voran.

Benone erwartet dazu einen Entscheid der Gemeinde Grenzach-Wyhlen noch in diesem Jahr. Das dazugehörende Projekt einer Rheinbrücke habe er dem Grenzach-Wyhlener Gemeinderat vorgestellt.

Dieser habe es einstimmig unterstützt. Bis dahin will Benone die frühere Salinenfähre wieder in Betrieb nehmen.