Als Mutter-Kind-Treff haben zwei freiwillige Frauen angefangen. 1999 entstand aus dem Engagement der Verein «Rund ums Chind». Laut Rosanna Brun, Vorstandsmitglied des Vereins, habe sich das Angebot im Laufe der Jahre stets erweitert und verändert. Immer standen jedoch Eltern und Kinder im Zentrum. Der Verein wollte Begegnungsplattformen und verschiedene Aktivitäten in der Gemeinde Hölstein und Umgebung anbieten.

Angebote für die ganze Familie

Der Verein hat unter anderem Wanderungen, Kerzenziehen, Bastelnachmittage und verschiedene Anlässe mit Feuerwehr und Polizei angeboten. Der Mittagstisch war anfangs sehr beliebt und gut besucht. Im vergangenen Jahr musste der Betrieb allerdings eingestellt werden: Immer weniger Kinder nutzten das Angebot und die gleich hoch bleibenden Betriebskosten konnten nicht mehr vom Verein getragen werden.

Die Finanzierung der Dienstleistungen meisterte der Verein «Rund ums Chind» durch Mitglieder- und Gönnerbeiträge und Einnahmen aus Aktionen und Sammlungen. Nun steht der Non-Profit-Verein vor dem Ende. «In einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung haben wir die Lage besprochen. Wir können leider nicht genügend Freiwillige für den Vorstand und die Arbeitsgruppen finden. Zudem ist auch die Resonanz auf unsere Anlässe nicht sehr gross», sagt Rosanna Brun. Auch Vorstandsmitglied Erika Vodoz sagt zum Personalmangel: «Alle Vorstandsmitglieder arbeiten tagsüber. Da bleibt wenig Zeit für die Aktivitäten des Vereins.»

Auch sind, laut Brun, die Dienstleistungen des Vereins nicht mehr so gefragt, da das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche schon sehr gross ist.

Bis Ende des Jahres werde noch eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen, dann werde der definitive Zeitpunkt der Auflösung bestimmt. Auch Fritz Kammermann, Gemeindeverwalter von Hölstein, bedauert die Entwicklung: Schon im Frühling habe der Verein in einer Krise gesteckt und stehe nun endgültig vor dem Aus. «Wir hoffen aber, dass wir einige Angebote, wie beispielsweise das Kerzenziehen, zu einem späteren Zeitpunkt wieder durchführen können», sagt Kammermann. Brun kann sich ebenso eine Wiederaufnahme einzelner Aktivitäten vorstellen.